24 Singapur

Wiedersehen mit Radkollege und Freund Alex.

 

“Der Zaun da drüben sieht aus wie von einem Gefängnis”, ist mein Kommentar zum eingezäunten Uferbereich, dort wo die Fischer ihre kleinen Boote anbinden.
Der nette Herr, mit dem ich auf den parkähnlichen Campingplatz ins Gespräch komme, antwortet kurz: “Ja, Singapur ist ein Gefängnis, es ist Himmel und Hölle gleichzeitig.” Offensichtlich hat die Regierung vor einiger Zeit beschlossen, Singapur im Küstenbereich hermetisch zu sichern; nicht weiter verwunderlich, da gewöhnlich jedes Land seine Grenzen schützt und Singapur halt ein Inselstaat und aufgrund des extrem hohen Preisniveaus bestimmt attraktiv für Schmuggler ist. “Himmel” ist es für diejenigen, die am Reichtum teilhaben können. Wer nicht über viel Geld verfügt, gerade ältere Menschen, haben es nicht so einfach.
Singapur ist DER Musterknabe des kapitalistischen Weltbilds. In nur einer Generation ist der Sprung von der dritten in die erste Welt gelungen. Das Land wurde für Investoren geöffnet, ist eine Steueroase. Im Gegenzug hat man für gut ausgebildete Arbeitskräfte gesorgt, die Lehre ist von Kindesbeinen an auf die Bedarfe der Konzerne ausgerichtet. Leider ist dabei wie mir scheint die Kreativität auf der Strecke geblieben. Nun lenkt die Regierung durch entsprechende Maßnahmen in Schulen und Unis gegen. Zumindest laut Aussage eines deutschen BASF-Mitarbeiter, mit dem ich im selben Park ins Gespräch komme. Er hat am Sonntag quasi sein Büro ins freie verlegt und dort Chinesisch gelernt.

Der Singapurer an sich ist eher unselbstständig, wie mir scheint; sobald die in allen Lebensbereichen bis ins Kleinste geregelte Bahnen verlassen werden, weiß er nicht mehr weiter (mal überspitzt formuliert). In der Innenstadt sehe ich vor allem Menschen, die sich roboterartig wie ferngesteuert verhalten, es wird nicht gelächelt; nur dienenige, die ein Nickerchen halten, schauen nicht auf’s Smartphone, auch im Gehen wird ununterbrochen getippt und gelesen. Insgesamt stellt sich der Eindruck von sehr unglücklichen Menschen ein. Dennoch habe ich eine sehr gute Zeit, aufgrund von klasse Begegnungen, sowohl mit Einheimischen als auch Ausländern, die hier leben. Für den bitter nötigen Ausgleich vom stahlbetongeprägten Stadtleben sorgen zwei Tage auf Pulau Ubin, dem unberührten Naturparadies von Singapur. Jemand hatte gemeint, dort gehe es nicht viel zu sehen, nach einem halben Tag geht man schon zurück…:-)

Insgesamt eine weitere Erfahrung der Tour, nach derzeitiger Einschätzung eher unspektakulär. Freut Euch auf die Bilder, die folgen die Tage.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Thailand Teil 2

28.1.19: Bin seit dem 3.1.19 wieder unterwegs, gerade geht’s durch Malaysia.

Silvester hab ich noch auf Koh Yao Noi gefeiert, ging aber eher Yoga-beschaulich zu; grundsätzlich feiern die Thais durchaus gerne Silvester; die neuen Batterien für’s Pedelec ließen sich nach Krabi weiterschicken, brauchte sie also nicht in Bangkok abholen.

In Thailand gab es noch einen Zweischenstopp auf Ko Muk, Höhepunkt war eine Kayaktour zur Morakot-Höhle, das Boot auf See an einer Boje befestigt, schwimmt man 50 Meter durch die Höhle, am Ende gibt es eine Lagune mit offenem Blick zum Himmel.

Am 11. Januar verlasse ich Thailand per Fähre nach Langkawi, nach fast 5 Monaten; so lange in ein und demselben Land war ich zuvor nur in Nepal, dort jedoch am Stück 🙂

Bin gerade auf einem kleinen Abstecher durch’s Landesinnere von Malaysia, morgen geht’s weiter über die Cameron Highlands mit Teeplantagen und Erdbeerfeldern, dann evt. über Kuala Lumpur zur UNESCO-Welterbe-Stadt Malakka, wo ich zum Geburtstag ankommen möchte.

Hoffe, dass auch die Webseite bald wieder geht, Anton hat sich aus Kolumbien gemeldet, er lebt gerade in einem Dorf ohne Strom und sein Laptop mit den Kontodaten von Uberspace ist kaputt; erschwerte Umstände also, aber er ist dran.

Mit allerbesten Grüßen vom Nationalpark, mir geht’s ausgezeichnet, Euch einen schönen Winter, Mark

 

Insel Koh Muk, Thailand

 

Eins der zahlreichen Wandgemälde in Malaysia

 

Langkawi: Wanderung auf den zweithöchsten Berg der Insel. Sky Bridge.

 

Log vom 8.12.18: Bin auf Ko Yao Noi und “warte” auf neue Batterien aus der alten Heimat. Überhaupt gar nicht der schlechteste Platz der Welt, um an einem Ort zu bleiben. Die Insel ist kaum touristisch erschlossen und es gibt seit heute einen Platz zum Volunteering im “Island Yoga”. https://thailandyogaretreats.com/

Hab heute das Motorrad vom Chef repariet, morgen stehen Holzarbeiten an, Renovierung der Steg-Brücke zum Strand, 4 Stunden am Tag sind ausgemacht. Unterkunft (weiterhin Campen im Garten, weil’s gefällt) und Teilanahme an zwei Yoga-Einheiten pro Tag werden geboten.

Weiteres Update folgt.

Was ist neu: Übernachtungsbilder ab 25.11.18 sind aktualisiert.

Bis dahin, mit allerbesten Grüßen 🙂

Mark

 

Log vom 15.11.18: Bin in der Tonsai Bucht zum Kajakfahren. Die Bucht ist umrandet von hohen Sandsteinfelsen, das Paradies für Kletterer. Im Dezembker 2004 wurde die Küste hier in der Provinz Krabi nicht so heftig vom Tsunami getroffen wie Phuket. Pat, der rauchend vor seinem Kletterladen sitzt, fängt von sich aus an zu erzählen; gestern noch hatte ich daran gedacht, mal jemanden danach zu fragen… Er selbst trank um 9 Uhr einen Kaffee in der Tonsai Bucht, als ein Freund von der 30 km südlich gelegenen Insel Ko Phi Phi anrief, er solle sich in Sicherheit bringen. Die Bucht liegt offensichtlicht im geschützten Bereich, glücklicherweise kommt die große Welle hier kaum an.

Am 6.11. zurück vom der Insel Koh Phangan, geht es in vier Radtagen wieder auf Nebenrouten zum Khao Sok Nationalpark. Die Thais haben irgendwann die Palme zu ihrem Lieblingsbaum erkohren (Money, Money, Money, must be funny, …), so fahre ich im Prinzip durch nicht enden wollende Palmwälder, die hin und wieder durch natürlich bewaldete Berg/Hügellandschaft unterbrochen wird. Jetzt soll jedoch nicht ein Bild brasilianischer Verhältnisse von Palmplantagen entstehen, sind eher kleinbäuerliche Parzellen ähnlich wie in Süddeutschland. Es ist gerade Erntezeit, Kokosnüsse und Palmölfrüchte werden eingesammelt und verarbeitet. Im Nationalpark steht eine Tagewanderung auf dem Programm, dann geht es zum 65 km entfernten Bootsanleger des Nationalparksees, ein 165 Quadratkilometer großer Stausee, der mit seinen Kalksandsteintürmen, die wie Zuckerhüte aus dem Wasser ragen, mit der Ha Long Bucht in Vietnam vergleichbar ist. Eine Nacht schlafe ich in einer schwimmenden Bambushütte auf dem See; am nächsten Tag scheitert der Versuch, ein Kajak zu mieten. Offiziell ist es nur erlaubt, sich 300 Meter von der Unterkunft zu entfernen. Mir ist eher der Sinn in einer Ganztagestour den See auf eingene Faust zu erkunden, so packe ich etwas grummelig die Sachen zusammen und freue mich auf die Küste, die nur zwei Radtage entfernt liegt. Unterwegs fange ich mir eine Magenverstimmung ein, das Mandawee-Resort in Ao Nang ist für vier Tage ein ruhiger Ort zum Ausruhen und zur Genesung.

In der Tonsai Bucht sind die Leute etwas lockerer, was das Paddeln betrifft und auch sonst sind klasse Leute hier, so erkunde ich an zwei Kajaktagen die Küstenlinie und ein paar vorgelagerte Inseln, landschaftlich eingerahmt durch Steilküste mit Sandsteinfelsen und klasse Sandstränden, die zum fischfarbenreichen Schnorcheln einladen. Wenn man nur im Wasser dümpelt, knabbern die Fische an Bein und Arm, beim ersten Mal ungewohnt überraschend. Zwei Pärchen aus Norwegen berichten im Boot nebenan, im Resot gibt es eine Fisch-Spa Anwendung, für die ein Heidengeld ausgegeben wird. Wir lachen laut, “The story of today”.

Letztendlich flieg ich jetzt am 26. November für zwei Tage nach Kuala Lumpur, um bei der Rückkehr ein neues Visum für Thailand zu bekommen. Die Zeit bis zur Grenze nach Malaysia hätte nicht gereicht, ohne noch etwas von Südthailand zu sehen. Außerdem gefällt es mir hier ganz offensichtlich 🙂

Bis dahin, mit allerbesten Grüßen,

Mark

Was ist neu: Übernachtungsbilder ab dem 6.11.18 sind aktualisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zum Khao Sok Nationalpark durch Palmenwälder.

Wanderung im Nationalpark, angebnlich älter und artenreicher als der Amazonas-Regenwald.

 

 

 

 

 

 

 

 

Keine Python, hier wächst ein Korkenzieher den Stamm hoch.

Übernachtung Nationalpark-See

Die netten Mädels nehmen mich vom Gasthaus zurück zum Bootsanleger.

 

 

 

 

 

 

Paddeln Tonsai/Railey

Entspanntes Dasein in Tonsai.

 

Log vom 4.11.18: Was ist außerdem neu: Übernachtungsbilder ab dem 13.9.18 sind aktualisieret.

Die Route an der Küste von Bangkok Richtung Süden ist ein Traum. Die Nebenstrassen sind verkehrsarm und führen immer wieder am Meer entlang. Klasse Leute unterwegs und bei den Übernachtungen machen Laune und sind nach der stressingen Hauptstadt ein Freude. Einzig die Altstadt der Metropole hat mir gut gefallen.

Verbringe gerade ein paar Tage Urlaub auf Koh Phangan. Die Insel ist für meinen Geschmack etwas zu groß und touristisch, auf der anderen Seite ein Naturparadies mit Traumstränden und bergiger Waldlandschaft im Zentrum. Versuche daher abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs zu sein, Schnorcheln und Wandern steht neben Lesen auf dem Programm.

Übermorgen geht es mit der Fähre zurück nach Chumphon und von dort zum Khoa Sok Nationalpark, einer der schönsten der 127 Parks von Thailand. Das Visum geht nur bis zum 26. November, daher ist Phuket wahrscheinlich aus zeitlichen Gründen nicht machbar. Ist vermutlich auch nicht ganz jammerschade, den Touristen-Magneten zu meiden.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Von Bangkok Richtung Süden am Meer entlang.

Frühstück auf Ko Tao, von dort sind es noch einmal 2 Stunden mit der Fähre nach Kho Phangan.

 

Nur 635 Meter liegt der höchste Punkt von Kho Phangan über dem Meer, dennoch ist der steile, nur 3 km lange Aufstieg bei den hohen Temperaturen ordentlich schweißtreibend.

 

Log vom 22.10.18: Wer demnächst einmal vor hat, persönliche Sachen nach Australien zu schicken, sollte viel Geduld, Zeit und Energie mitbringen. Sehr viel. Heute morgen ist die Entscheidung gefallen. Werde sehr bald mit Solaranhänger nach Australien weiterfahren. Der Versand von “Unaccompanied Personal Effects” ist grundsätzlich schon möglich, bin jedoch nicht bereit ca. 600 € für zwei Kartons (4 kg Solarpanel und 15 kg Anhänger incl. 5 kg Kleinkram) auszugeben und vielleicht nach jetzt zwei Wochen Vollzeit-Aufwand eventuell noch eine weitere Woche dranzuhängen. Die Visumszeit ist begrenzt. Man könnte natürlich auch ins Nachbarland fliegen und bekommt dann noch mal 3 Monate (kann man für Thailand übrigens unendlich wiederhgolen), aber lassen wir die Kirche mal im Dorf.

Übrigens ist Anhänger und Panel zwischenzeitlich bis auf den mikroskopisch kleinsten Schmutzkrümel gesäubert, so die Vorgabe. Soll schon vorgekommen sein, dass Sendungen zurückgeschickt wurden, auf Kosten den Absenders selbstverständlich.

Mir ist wieder nach Radfahren, werde vermutlich übermorgen hier beim legendären Wormshowers-Gastgeber Toom die Sachen zusammenpacken und noch ein/zwei Nächte in der 20 km entfernten Innenstadt unterkommen; hab davon so gut wie noch gar nichts geseh’n. Danach geht’s auf nach Süd-Thailand; freu’ mich d’rauf 🙂

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Aufwendiger Bau der Schiffsversand-Kiste in Mae Sot war für die Katz’, erlaubt für den Versand nach Australien ist nur ungebrauchtes, zertifiziertes und desinfiziertes Holz, keins aus zweiter Hand für 11,50 €.

 

 

Holzkauf mit Leihrad beim Abholen des Anhängers aus Mae Sot. An/Abreise jeweils mit dem Nachtbus aus Bangkok.

 

 

Die Jungs sind heute weiter, wir lassen Gastgeber Toom hochleben. Der völlig wahnsinnige 🙂 Argentinier Pancho (Mitte) geht nach Nord-Thailand und die drei Hamburger nach Kambodscha.

22 Kambodscha

 

Log vom 26.9.18: Bin seit zwei Tagen wieder unterwegs, es sind jetzt noch 110 km bis zur Grenze nach Thailand. Hab entschieden, nicht mehr auf die Inseln geh’n; zu lange waren die Pausen in Phnom Penh und Kampot, mir ist nach Bewegung und frischem Wind um die Nase.

In Kampot war der Höhepunkt die Besichtigung einer Pfeffer-Farm. Klasse Projekt eines Ehepaars aus Frankreich/Belgien. Sie sind erst vor 5 Jahren ‘auf der grünen Wiese’ gestartet, produzieren jetzt 10 Tonnen pro Jahr in Bio-Qualität mit 120 festen Angestellten plus 100 Erntehelfern. Das Ganze hat einen hohen sozialen Anspruch, es sind ausschließlich Kambodschianer aus der näheren Umgebung angestellt, um die 50 Leute leben auf der Farm und es werden ca. 100 Kinder der Dorfschule unterstützt.

Auf der einstündigen kostenlosen Führung gab es folgende Infos:

  • Das Besondere am vermeindlich ‘Besten Pferffer der Welt’ aus der Region Kampot ist der sehr quarzhaltige Boden.
  • Pfeffer wurde zuerst in Süd-Indien kultiviert und kam im 19. Jahrhundert durch die Franzosen nach Kambodscha.
  • Wilder Pfeffer wächst als Ranken an Bäumen, kultiviert wächst er an 4 Meter hohen Pfählen.
  • Wird aus abgeschnittenen Zweigen gepflanzt, nicht als Saat.
  • Zum ersten Mal nach 3 Jahren erntereif, Erntezeit Januar bis März, Pflanze wird 20 bis 30 Jahre alt.
  • Grüner Pfeffer wird zu Beginn der Reife geerntet und in Salzwasser eingelgt, dann getrocknet; kann bis zu einem Jahr gelagert werden.
  • Schwarzer Pfeffer wird als halbreifer Pfeffer (gelb/organge) geerntet und wird nach kurzem Kochen und 3 Tagen Sonnen-Trocknung schwarz, nicht wie ich dachte durch Röstung, so hart wie die Körner sind 🙂
  • Roter Pfeffer wird reif geerntet und behält nach dem Kochen/Trocknen seine Farbe.
  • Weißer Pfeffer ist roter Pfeffer, bei dem sich die Schale nach 2 wöchigem Wascjhen unter fließendem Wasser durch Fäulnis und dann mechanische Bearbeitung ablöst.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 7.9.18: Was ist neu: Bericht “Vietnam” ist aktualisiert.

Sieben Tage dauert die Beantragung der Visa-Verlängerung. “Cambodian Law”, läßt der zuständige Beamte vom “Immigration Office” gegenüber vom Flughafen mit Nachdruck wissen. “Schikane” geht mir sofort durch den Kopf, frage dann jedoch höflich, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, den Vorgang etwas zu Beschleunigen. Da geht jedoch überhaupt nichts, es sei denn, man bezahlt 18 Dollar mehr und reicht den Pass über eine Argentur ein, dann ist der Durchlauf angeblich 2 bis 3 Tage kürzer, wenn man Glück hat. Soviel zur “Cambodian Law”. Am nächsten Tag entscheide ich mich für die längere Variante, kostenlos im Resort zu verbringen ist ja auch nicht die schlechteste Alternative. Zumal es echt Laune macht, den Gästen jeden Morgen Qi Gong näherzubringen.

Am 13. September soll der Stempel im Pass sein, dann geht es am nächsten Tag weiter Richtung Süden über Kep, Kampot nach Sihanoukville und von dort ‘rüber auf die eine oder andere Insel.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Auf besten Sandpisten in vier Tagen von Battambang in die Hauptstadt Phnom Penh:

LKW-Cabrio:

Dorfladen mit Tankstelle (Benzin aus Cola-Flaschen):

Zum Glück weist dieser freundliche Herr den “Weg”. Nur selten gibt es solche Wasserdurchfahrten:

Log vom 5.9.18: Was ist neu: Übernachtungsbilder ab 28.7.18 sind aktualisiert.

Letztendlich schwing ich mich in Battambang doch auf’s Rad und fahr nicht mit dem Bus nach Phnom Penh. Die Pisten abseits der Hauptstraßen hier machen einfach Laune. Es regnet nur hin und wieder, dann wie immer heftig, dennoch sind die Wege gut befahrbar. Die Einheimischen und besonders die Kinder unterwegs sind unglaublich. Überall winken und lächeln sie im Vorbeifahren zu, es gibt keine Berührungsängste gegenüber dem „Barang“, was allgemein „Ausländer“ bedeutet. Oft rufe ich dann zurück: „Barang“„Barang“, was sie sehr lustig finden. Pausiere Mittags nach wie vor gerne im Kloster, weil es nicht so viel Trubel gibt und die Anlagen schön gelegen sind, oft mit Teichen und üppigem Baumbestand. Für die Zubereitung des Mittagsmahls ist nur heißes Wasser erforderlich, was es auf Nachfrage gibt. Kaufe für 2-3 Tage frisches Gemüse auf dem Markt, dazu gibt es feine Linsen, die über Nacht in Wasser weich aufquellen. Nach dem Schnibbeln wird das Ganze mit kochendem Wasser übergossen. Die Kombination aus „roh“ und „warm“ ist einfach genial. Nach dem Abgießen Ingwer, Salz, Kurkuma und Kokosöl dazu sind der Hit. Überall weckt die Mahlzeit reges Interesse, probieren möchten jedoch nur Wenige 🙂

Gasthäuser abseits der Hauptrouten sind rar, so wird die Schlafplatzsuche zur Herausforderung. Da die Akkus über Nacht geladen werden wollen, fällt „Wildcampen“ schon mal aus. Übernachtungen im Schulen und Klöstern haben sich ja schon in ganz SO-Asien bewährt, hier in Kambodscha scheint man jedoch um den „Ausländer“ besonders besorgt zu sein. Am ersten Tag ist die Idee, in der Dorfschule zu übernachten. Der Bürgermeister wird herangerufen, möchte die Verantwortung jedoch nicht übernehmen und bringt mich 3 Kilometer weiter mit seinen Kollegen auf dem Mopped zum nächsten Dorfsherrif, wo ich dann nebenan im großen überdachten Eingangsbereich des kleinen Rathauses übernachten kann. Am nächsten Tag versuche ich es im Kloster. Die vier herbeigerufenen Polizisten rauchen mit dem Klostervorsteher eine Zigarette nach der anderen, ich sitze ruhig in der Runde, beschwichtige immer wieder, dass es überhaupt kein Problem ist, hier zu übernachten. Zeige Smartphone-Bilder von vorherigen Klosterübernachtungen. Schließlich willigen sie ein, bestehen jedoch darauf, dass zwei Wachleute dort bleiben. Nach dem Duschen kann ich jedoch verständlich machen, dass es wirklich nicht erforderlich ist. Offensichtlich nehmen sie mir das ab und ziehen von dannen 🙂

Seit drei Tagen bin ich jetzt in der Hauptstadt, biete zum ersten Mal auf der Tour Qi Gong für Hotel-Gäste an. Ein „Low Budget Resort“ am Stadtrand. Klasse Anlage mit Pool, See und viel Grün, sehr ruhig gelegen. Bekomme Unterkunft und Essen „for free“, das macht Laune.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 22.8.18: Nach einer Woche in Angkor, der beeindruckenden Ruinenstadt des Khmer-Reiches aus dem frühen vergangenden Jahrtausend geht es morgen weiter nach Battambang, eine Dreitagestour auf Nebenrouten abseits der Hauptstrasse. Von dort werde ich warscheinlich in den Bus nach Phnom Penh steigen, weil “in die Gegenrichtung Radfahren ist doof”, und per Rad weiter nach Kep die Küste entlang zurück nach Thailand. Die vorgelagerten Inseln im Süden sollen ein Natur-Paradies ähnlich der Karibik sein.

Mit allerbesten Grüßen

Mark

 

Ta Prohm, mein absoluter Lieblingstempel. Drehort von Lara Croft “Tomb Raider”.

 

Angkor Wat,  der Haupttempel.

 

Log vom 10.8.18: Bin seit drei Tagen in Kambodscha, juhuuu 🙂  Gleich beim ersten Stop hinter der Grenze treffe ich jemanden, der per Smartphone Englisch lernt. Klasse Plauderei beginnt, er bringt mir die wichtigsten Dinge in seiner Sprache bei und ist happy, sein akzentfreies Englisch anzuwenden. Jetzt wird mir erst bewusst, dass das in Laos sehr selten vorkam, bei den Stops zwischendurch kann man sich kaum auf Englisch  austauschen. Natürlich auch Okay, es ergibt sich immer etwas, ist aber im Nachhinein irgendwie anders.

Laos Teil 2

Log vom 10.8.18: Der Inselurlaub auf Don Det, einer der (angeblich) 4000 Mekong-Inseln war die richtige Mischung aus Entspannung und Abenteuer. Die Berufsschulleherin, die ich auf dem Boot zur Insel treffe, fühlt sich an Hiddensee erinnert. Viele Unterkünfte stehen leer, es sind in der Nebensaison nur wenige Touristen und Backpacker unterwegs. Komm in einem sehr einfachen Gasthaus für 3 Euro unter, die Gastfamilie betreibt 5 Bambushütten, die auf Pfählen im Uferbereich stehen. Hängematten mit Veranda zum Wasser auf der Sonnenuntergangsseite inclusive. Toilette und Waschgelegenheit mit fließend Mekongwasser gibt es separat im Innenhof der Gastgeber. Das Leben verläuft wie oft auf Inseln sehr angenehm gemächlich, Die Menschen leben vom Tourismus und dem Reisabau. Fast jeder hält eine Kuh und Federvieh, etwas Zusatzeinkommen für die geschäftstüchtigen Laoten. Finde nun endlich Zeit, um das vor langem angefangene Buch zu Ende zu Lesen. Einen Tag geht es auf Tageswanderung zur Nachbarinsel Don Khone, über die einzige Brücke der Inselwelt verbunden, die Ende des 18. Jahrhunderts von den französischen Kolonisten für die 15 km lange Eisenbahntrasse angelegt wurde. Auf beiden Seite der kleinen Insel gibt es Mekong-“Wasserfälle”, was jedoch eher 5 Meter hohe Stufen im Flussbett sind, wo es dann ordentlich zur Sache geht. Am spektakulärsten ist der Weg zum Flussufer auf der Westseite, wo ein Mekong-Seitenarm auf einer sehr betagten Hängebrücke überquert wird. Video siehe unten 🙂

Ja, der Mekong hat zwar Höchststand wie lange nicht mehr, heftige Überschwmmungen gibt es jedoch keine. Die Uferbereiche der Inseln stehen leicht unter Wasser, die Wege dort sind jedoch, wenn auch beschwerlich, passierbar. Die einheimische Bevölkerung nimmt es sehr gelassen, nur die “Westler”, die Gasthäuser errichtet haben, sind leicht bis sehr unentspannt. Den Dammbruch hab ich erst gar nicht mitbekommen, obwohl ich dort vorbeigekommen bin zurück von Vietnam nach Pakse. Wollte die direkte Verbingungsstasse nehmen, aber jemand hat gesagt, es ist eine Brücke weggespühlt. Kurz vorher bin ich an einer Stelle vorbei, die gerade von heftigem Schlamm und Felsbrocken befteit war. Hab noch gedacht, ein Foto zu machen und mich nur gewundert, wieviel Wasser erforderlich ist, um hunderte von “Steinen” mit ca. 1m Durchmesser ins rollen zu bringen…

Morgen schwing ich mich wieder auf den Drahtesel, es geht 300 km Richtung Westen zur Khmer-Tempelanlage Angkor Wat, dem Highlight von Kambodscha.

Mit allerbesten Grüßen

Mark

P.S. Die drei übriggebliebenen Mekong-Delfine haben sich auf einer Bootstour nicht gezeigt. Wie später berichtet wird, tauchen sie nur morgens und nachmittags auf, ich war um 11 Uhr dort. Zweiter Sieger… 🙂

Kurz vor Pakse: Begegnung mit der ersten Kaffee-Pflanze meines Lebens. Hätte nicht gedacht, dass die Kirschen so zahlreich und dicht wachsen.

 

Wasserfall auf der Hochebene vor Pakse. Überall hat’s ordentlich Wasser in der Regenzeit.

 

Wat Phu 10 km von Champasak, die am nördlichsten gelegene Tempelanlage der Khmer aus dem 12. Jahrhundert.

 

Uferweg auf Don Det: Enten und Kinder leben gerade im Paradies.

 

Ob dieser Herr wohl gerade im Internet nachschaut, wann das Wasser wieder sinkt?

 

Bye bye 4000 Inseln, Bye bye Laos.

 

 

21 Vietnam

Hallo Ihr Lieben,

ein Freund aus der Heimat möchte wissen: “Hast Du in Vietnam eigentlich noch Spuren vom Vietnamkrieg gefunden”? (Stichwort: Agent Orange) Auf dem Weg zur vietnamesischen Grenze schaue ich nach Hinweisschildern oder Tafeln, nichts ist auszumachen. Der Verlauf des dort vermuteten “Ho Chi Minh-Pfades” ist heute nicht mehr eindeutig erkennbar, im Grenzbereich soll er verlaufen sein, mal auf laotischer, mal auf vietnamesischer Seite. Zu sehen ist eine bewaldete Hügel-/ Berglandschaft, die Natur zeigt sich hier in sattem Grün. Hinweise auf geschichtliche Ereignisse der Vergangenheit, hier speziell zwischen 1965 und 1968, sind offensichtlich verschwunden.

Andere Auswirkungen sind jedoch bis heute präsent. Noch immer gibt es in allen drei betroffenen Ländern Laos, Vietnam und Kambodscha neue Opfer von Landminen und Streumunition, die damals nicht detoniert sind. Einerseits bei Baggerarbeiten oder in der Landwirtschaft; andererseits jedoch sind es auch Kinder, die betroffen sind. Sie schauen älteren Geschwistern oder Freunden zu, die mit Metalldetektoren nach Minen suchen,  um das Altmetall und den noch enthaltenen Sprengstoff zu verkaufen. Irgendwann ziehen sie auf eigene Faust los und kommen beim Entschärfen zu Schaden oder die Dinger fallen beim Transprotieren vom Rad, so schade es auch ist. Um so erstaunlicher ist es, dass man trotz der dunklen Vergangenheit als Ausländer überall willkommen ist. Könnte ja als Mensch mit weißer Hautfarbe auch US-Amerikaner sein, die Offen- und Unvoreingenommenheit der Einheimischen ist schon bemerkenswert.

Im Phong Nha-Ke Bang National Park leg’ ich den ersten Stop ein. Die Attraktion des Parks sind die Höhlen, ist jedoch bis auf’s Letzte touristisch ausgerichtet, sprich organisiert, nichts ist selbstständig zu unternehmen. Viele Höhlen sind in Privatbesitz und entweder nur per Boot erreichbar oder man ist gezwungen, eine Halbtageskarte incl. Führung und Belustigung (Zip-Line, Bootsfahrt, Schwimmen im See und in der Höhle mit Schlammbad in Nebenkammer) zu kaufen; alles um die 20 Euro. Hab mich für die zweite Variante entschieden, in der Höhle mit Stirnlampe zu Schwimmen fand ich interessant, wollte ich schon länger einmal gemacht haben. Das Schwimmen ist ernüchternd, eher besseres Wadenbaden. Das schönste war die Tage-Radtour zur Höhle und zurück durch die beeindruckende Karstlandschaft des Nationalparks, ein Bewertungskriterium für die Vergabe des UNESCO-Titels.

In der Küstenstadt Da Nang verbringe ich eine Woche, zum zweiten Mal der Tour zum “Volunteering” im Tipi “Speak English Cafe”. Vorab kurzer Halt in Hue, durch die französische Kolonialarchitektur sehr reizvolle Stadt. Die “Arbeit ” im Cafe beschränkt sich auf drei Stunden täglich und ist im Prinzip eine “Plauderrunde”. Wird Schülern ab 6 Jahren, Jugendlichen und Studenten die Möglichkeit geboten, sich mit Ausländern zu Unterhalten. Die Zeit ist kurzweilig, die Stadt etwas zu groß und betriebsamen, jedoch schön gelegen am Fluss und Meer. Treff’ mich mit Lee zum Kaffee und zur Fussball-WM, der Australier ist Warmshowers-Gastgeber und Englischlehrer, lebt seit 15 Jahren in Vietnam.

Die letzte Station auf dem dreiwöchigen Kurzbesuch in Vietnam ist Hoi An, laut Wiki “ruhige Gemeinschaft oder friedvoller Versammlungsort”, war in einst der größte Hafen in Südostasien, auf der Seeroute der Seidenstrasse gelegen. Im 16. und 17. Jahrhundert siedelten sich zahlreiche Händlerfamilien aus China und Japan, entsprechend gibt es architektonisch eine Mischung aus einheimischen und fremden Einflüssen, offensichtlich im Stil südchinesischer Kleinstädte. Die Altstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, gilt als gut erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens. Wenn man die Besuchermassen ignoriert, die sich tagtäglich durch die Gassen bewegen, eine malerische Kulisse.

Letztendlich viel zu kurz die Zeit im Land des noch heute allerorts verehrten vietnamesischen Revolutionärs “Onkel Ho”. Zitat eines jungen Vietnamesen: “Er hat uns von den Franzosen und Amerikanern befreit”. Dennoch bleibt ein beeindruckender Einblick in die Kultur, Natur und Lebensweise der Sozialistischen Republik.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

 

20 Laos Teil 1

Hallo Ihr Lieben,

von Gastgeberin Dominique in Vientiane bekomme ich den Tip, auf keinen Fall die “Thakhtek-Runde” zu verpassen. Die Südafrikanerin lebt seit 4 Jahren in Laos und hat nahezu das ganze Land per Fahrrad und Motorrad erkundet.

Von der Hauptstadt geht es zunächst 50 km am Mekong-Ufer entlang und 200 km weiter auf der eher langweiligen Hauptstrasse 13, die Richtung Süden führt. Gute Musik über Ohrhörer lassen die zwei Tage schnell vergehen. Dann biegt die Route links auf die landschaftlich sehr reizvolle Thakhtek-Runde ein, es wird hügelig mit klasse Aussichtspunkten auf die in der Region verbreitete Karstlandschaft mit ihren typischen Zuckerhutbergen. Der Höhepunkt der Rude ist die Kong Lor Höhle. Das Besondere: Durch die Höhle führt ein Fluss, jetzt in der Regenzeit mit beachtlicher Strömung. Auf der einen Seite fährt man mit Stirnlampen jeweils zu Dritt mit kleinen Motorbooten in den Berg und kommt nach 7,5 km auf der anderen Seite wieder ans Tageslicht. In einem Bereich ist die Höhle 90 Metern breit und 100 Metern hoch. Die Tour wird hier unterbrochen und man kann sich zu Fuss den interessatesten Bereich anschauen. Echt beeindruckendes Erlebnis.

Am Nachmittag gibt es keine Möglichkeit mehr 40 km nach Nahin ins Gasthaus zurückzukommen (hier ist Rad und der Rest deponiert), dafür verbringe ich einen klasse Abend mit anderen “Travellern”. Am nächsten Morgen zurück in Nahin, das Ross gesatttelt und, wie sich erst nach vier Tagen rausstellt, das Laptop vergessen. Hatte ich Tags zuvor am Empfang deponiert. Die Gastgeberin schickt es mit dem Bus-Shuttle nach Thathek, wo ich von der Vietnam-Grenze 150 km mit dem Bus hinfahre und 2 Tage später als erwartet in Empfang nehme. Auch diese Zeit ist durch andere Reisende im Hostel, die angenehmen Einheimischen, die Mekong-Promenade (der Fluss ist an dieser Stelle bereits 1,1 km breit) und die Fussball-WM eher sehr kurzweilig. Zurück mit dem Bus früh am Morgen zum Ausgangspunkt, von wo aus es nur noch 20 Radkilometer bis zur Grenze nach Vietnam sind.

Ach ja, Vietnam war ursprünglich nicht eingeplant, hatte aber zwischdurch mehrfach von Anderen erfahren, dass sie eine dolle Zeit dort verbracht haben. Kurzentschlossen denke ich: Ja, warum nicht eine kurze Schleife über Vietnam einbauen und mir selbst ein Bild verschaffen.

Und eine Sache hatte ich ganz vergessen zu erwähnen: Der Anhänger ist übrigens in Mae Sot, Thailand geblieben. Werd ich mit dem Nachtbus von Bangkok aus abholen und warscheinlich von dort nach Darwin verschiffen. Gibt hier überall Lademöglichkeiten über Nacht und ist sicher in Indonesien beim “Inselspringen” wesentlich angenehmer ohne, angeblich sind einige Personenfähren nur über Treppe zu entern.

Euch weiterhin einen klasse Sommer.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

Dominique stolz wie Oskar. Hab den Fahrradträger montiert, nachdem das Ding seit Montaten in der Ecke rumlag.

 

Ob sich das tatsächlich vor 2.500 Jahren so zugetragen hat? Szene im Buddha-Park Nahe Vientiane.

 

Es ist Mangozeit, essreif zwei Tage nach Ernte. Hier ein besonders grosses Examplar der schmackhaften Frucht.

 

Ob die Einheimischen im Dorfladen wirklich wissen, was sie dort kaufen? Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Offenheit man in Laos überall empfangen wird. Die US-Amerikaner haben hier zwischen 1964 und ’73 ca. 2 Millionen Tonnen Munition (ca. 270 Millionen Streubomben) abgeworfen, um neben dem Vietnamkrieg die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern. https://de.wikipedia.org/wiki/Laotischer_B%C3%BCrgerkrieg

 

Stell mir gerade vor, wie eine Kuh mit dieser Glocke über eine saftige Allgäuweise trabt und sich die japanischen Touristen wundern, wie einfach es in Deutschland doch manchmal zugeht.

 

Nach 7,5 km wieder ans Tageslicht: Bootstour durch die Kong Lor Höhle.

 

Der Mekong in Thakhek, Laos

 

Auf dem Weg zur Grenze nach Vietnam.

 

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 21.6.18: Luang Prabang hat Charme. Mit nur knapp 50.000 Einwohnern gehört die Universitätsstadt seit 1995 zum UNESCO Welterbe. Neben 32 buddhistischen Klöstern und der französischen Kolonialarchitiktur ist es vor allem die Lage zwischen Mekong und Nebenfluss Nam Khan. Es gibt zahlreiche Cafes und Bars, jeden Abend einen großen Nachtmarkt in der Innenstadt und, sehr selten in Südostasien, einen guten Bäcker; die “Zurich Bread Faktory”. Das Vollkorn-Walnuss-Rosinenbrot ist mein Favorit, 750 g für sagehafte 2,50 €.

18 Tage mit 3 klasse Tagen Szenenwechsel auf dem Biohof werden es letztendlich. Eigentlich etwas zu lang an einem Ort, die Teilebestellung und Verzollung der Lieferung aus der Heimat zieht sich jedoch etwas länger hin. Die ersten Tage sind sehr kurzweiling zusammen mit Kumpel Lucas aus Brasilien und dann zieht sich der Verkauf des Bootes etwas länger hin. Der aufwendige Versuch, es an einen der zahlreichen Fischer zu verkaufen geht nicht auf, letztendlich findet es für 40 Dollar über eine Facebook-Anzeige unter “Buy and Sell Luang Parbang” einen neuen Besitzer.

Am 9. Juni geht es dann endlich wieder auf’s Rad, zunächst auf der wenig befahrenen Hauptstrasse Richtung Hauptstadt Vientiane mit knackigen Anstiegen durch waldreiches Bergpanorama und dann auch Schotterpisten zurück an dem Mekong. Verbringe zwei Nächte im traumhaften Tao-Gasthaus an einem kleinen Fluss gelegen, auch die zahlreichen Kontakte zu den Einheimischen unterwegs macht Laune. Die Laoten sind etwas zurückhaltender, werde aber überall sehr freundlich empfangen, vor allem die sehr zahlreichen Kinder unterwegs winken und rufen einem im Vorbeifahren beachtlich aufgeschlossen zu.

Verbringe gerade eine klasse Zeit in der Hauptstadt bei Warmshowers Gasteberin Dominique und werde morgen Richtung Kambodscha weiterfahren, voraussichtlich mit einem kurzen Abstecher nach Vietnam.

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

So kann man in Luang Prabang frühstücken, rechts fließt der Mekong.

 

Hausboot auf dem Mekong. Hier kann man für ‘ne Tour einchecken, wenn Paddeln nicht das Richtige ist 🙂

 

Tagestour von Luang Prabang zur Touristenattraktion Kuang Si Wasserfall. In diesen Pools, die unterhalb liegen, darf gebadet werden.

 

Schotterpiste vor Karstbergen auf dem Weg nach Vientiane.

 

Zurück am Mekong; die Jungs hatten ‘nen Mordsspaß.

 

Auf Besichtigungstour in der Hauptstandt Vientiane. Wenn irgendwo der Schuh drückt, kann hier mal ordendlich gegongt werden.

 

Log vom 31.5.18: Bin noch in Luang Parbang, das Ersatzteilpaket aus Deutschland soll am 7.6.18 hier sein. Die Woche werde ich überbrücken und noch einmal auf einem Bio-Hof-Projekt in der Nähe arbeiten: http://mekongedenfarm.com/

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 27.5.18: Dass man auf Reisen nicht von Heute auf Morgen ein neuer Mensch wird ist klar, jedoch trägt es mitunter durchaus zur Entspanntheit bei. Jetzt stellt sich darüber hinaus die Frage, ob man selbst etwas zur persönlichen Entwicklung (körperlich und mental) beitragen kann oder möchte. Angebote dazu gibt es gerade in Indien und Südost-Asien viele, Yoga wird an “jeder Strassenecke” angeboten und auch sonst ist für jeden finanziellen Rahmen etwas im Programm. An einem Qi Gong-Kurs hatte ich in der Heimat schon mal teilgenammen, Meditation und Yoga waren für mich neu; und ist jetzt seit fast einem Jahr bzw. 1 1/2 Monaten Bestandteil des täglichen Morgenprogramms. Im Detail sieht es so aus:

  • Der Wecker geht nach 6 Stunden Nachtruhe zwischen 4 und 5 Uhr, je nachdem, wann ich am Vorabend ins “Bett” komme. (der Schlafbedarf verringerte sich übrigens von 7,5 auf 6 Stunden durch das Meditieren)
  • Leichtes Dehnprogramm paar Minuten
  • Humpen Pfefferminztee
  • 1 Stunde Vipassana-Meditation ( https://www.dhamma.org/de/index , die weltweiten Kurse sind auf Spendenbasis)
  • Humpen Pfefferminztee
  • 15 Minuten Yoga
  • 20 Mintuten Qi Gong

Das Programm dauert etwas mehr als 2 Stunden, von Aufstehen bis Losfahren vergehen übrigens ca. 4 Stunden. Das Gute dabei ist: Das Training läßt sich eigentlich nicht nur im Urlaub für jeden in den Tagesablauf integrieren, man kann danach auch zur Arbeit gehen oder andere Sachen tun. Vor Jahren hat mir mal jemand erzählt, er würde jeden Morgen eine Stunde meditieren. Damals hab ich gedacht: Was kann man mit der Stunde alles anfangen. Es ist jedoch genau anders’rum, tatsächlich steht durch die kürzere Nacht 30 Minuten pro Tag mehr zur Verfügung, die bekommt man quasi “geschenkt”. Vom besseren Wohlbefinden ganz abgesehen. Alles läßt sich konzentrierter erledigen, geht leichter von der Hand, man ist mehr fokussiert, weniger abgelenkt und entspannter.

Wer noch nichts von Qi Gong gehört hat, im folgenden dazu ein Video mit Erleuterungen im Text darunter auf YouTube.

Euch alles Beste, und viel Freude damit.

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 23.05.18: Was ist neu: Übernachtungsbilder ab 5.4.18 in der Karte oben sind aktualisiert.

Vor knapp einem Jahr treffe ich in Kathmandu eine Backpacker, der gerade 2 Jahre mit einem 100 ccm-Motorrad in Südost-Asien unterwegs war. Der Höhepunkt seiner Tour war in Laos, dort hat er ein “Wooden Longboat” gekauft, wie es die Fischer verwenden und ist damit auf dem Mekong gepaddelt. “Hmm” sage ich “das hört sich gut an” und denke, das möchte ich auch.

Am 4. Mai geht es über die Mekong-Freundschaftsbrücke nach Laos, Fußgänger und Radfahrer werden mit dem Bus gebracht, natürlich nicht ohne vorher (erfolglos) die sehr lässigen Thai-Grenzbeamten gefragt zu haben, ob sie nicht doch erlauben können, selbst ‘rüberzufahren, wo ich doch schon soooo lange unterwegs bin 🙂

In Huay Xai treffe ich am zweiten Tag Radkollege Lucas aus Brasilien, er ist in Neuseeland gestartet und fährt weiter bis Vietnam. Mache mich bald auf Bootsuche, frage im Hafen und viele Einheimische im Ort. Nach drei Tagen klappt es, für umgerechnet 90 € werden wir uns einig. Es war auch ein fast doppelt so langes Boot im Angebot, offensichtlich waren sie wohl eher mit der motorisierten Fortbewegung vertraut. Von Nok, die das einzige Hostel betreibt bekommen ich dem Tipp, Ausleger am Boot anzubringen. Die Konstruktion mit nur zwei Bambusstangen und speziell den Wasserflaschen sagt ihr nicht zu, erweist sich aber wie vermutet als genial, sehr kippsicher und gut zum Navigieren geeignet, wenn man die Flaschen kurz auf einer Seite eintaucht. Los geht’s dann einen Tag später, hab das Boot noch mit Klebmasse abgegichtet. Die angedachteRoute führt über Pakbeng 320 Flusskilometer bis in die UNESCO-Welterbestadt Luang Prabang.

Ein wenig Paddelerfahrung hab ich von zu Hause mitgebracht, offensichtlich ist auch der Wasserstand zu dieser Jahreszeit mit dem vor kurzem gestarteten Monsoon zum Paddeln ganz brauchbar. Der Mekong ist gerade in diesem Abschnitt ein gemächlich dahinfließender Strom, hin und wieder wird diese Ruhe etwas von Felsen, die im Fluss oder an den Seiten aus dem Wasser ragen, unterbrochen.

Neben der intensiven Naturerfahrung sind es wieder die Menschen denen ich am Fluss begegne, die die Tour zu einem klasse Erlebnis machen. Zwischendurch gibt es bis auf Pakbeng eher sehr übersichtliche Verpflegungsstellen, meistens Haltestellen für die “Speedboote”, die hier zur Passagierbeförderung hin und wieder über den Fluss donnern. Hab jedoch genug Obst, Gemüse, Haferflocken und Linsen dabei, um unabhängig zu sein.

Gleich die erste Übernachtung ist genial, kann im Halbdunkel gegen den Strom das Gasthaus nicht erreichen, lasse mich etwas zurücktreiben und komme einen einem Hausboot vorbei. Der Besitzer ist sehr locker wie fast alle Menschen hier in Laos und speziell am Fluss, für ihn und seine junge Familie ist es übhaupt kein Problem, dass ich bei ihnen auf der Bootsveranda nächtige, sogar Moskitonetz und Matraze sind fluchs bereitgestellt, obwohl ich meinte, ich hätte alles zum Schlafen.

Mittags halte ich gerne in Ortschaften, die hier oftmals ohne Elektrizität sind. Englisch wird ganz selten gesprochen, so zeige ich meinen Topf und simuliere mit der anderen Hand Feuer. Promt wird in der Küche das Holz angezündet, alle sind sehr gespannt, wie der Gast das Essen zubereitet. Oft mache ich etwas mehr zum Probieren für die gespannten Gesichter. In einem anderen Dorf, hier gibt es keine Strassenanbindung, haben viele Bewohner mit Sicherheit noch nie einen Ausländer gesehen. Die Frauen gehen wie in Afrika “Oben ohne” durch’s Dorf und haben die Kinder an der Brust. Es hat den Anschein, als haben besonders die sehr zahlreichen Kinder auch noch nie ein Smartphone gesehen. Als ich versuche ein Bild zu knipsen drehen sie sich blitzartig zur Seite und laufen weg. Ob sie denken, man kann damit schießen? So kommt es mir vor.

Nach 6 Paddeltagen ist Luang Prabang erreicht, die Tour war der Hammer.

Fühl mich hier in der Stadt sehr wohl, treffe Lucas wieder, er hat ein großes Zimmer im Gasthaus mit zwei Betten und bietet an, bei ihm unterzukommen. Man bezahlt pro Zimmer, nicht pro Person. Versuche gerade das Boot zu verkaufen und ware auf Fahrradteile aus der Heimat. Überlege je nach dem noch einmal auf ‘nem Biohof zu arbeiten, um die Zeit zu überbrücken, bevor es weiter in die Hauptstadt Vientiane geht.

Euch alles Beste.

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

Radkollege Lucas aus Brasilien

 

Start Mekong Paddeltour in Huay Xai

 

Los geht’s

 

Sehr sehr strenge, aber durchaus symphatische Dorflehrerin

 

Nachmittags auf dem Mekong

 

Der Versuche, von den “hunderten” Kindern ein Bild zu machen, hat nicht wirklich geglückt.

 

Lustiger Zeitgenosse. Lucas mit Guitarlele.

 

19 Thailand Teil 1

Hallo Ihr Lieben,

Thailand als (Rad-) Reiseland ist einfach (genial). Es gibt eine glänzende Infrastrucktur, Übernachtungsmöglichkeiten zu Hauf, gutes günstiges Essen und die Thais haben Sinn für Schönheit. (National-) Parks, Pagoden und nicht zuletzt die Kaffeehaus-Kultur, überall Natur und Kultur in Hochform, alles ist sehr sehr vorzeigbar. Es wird einem als Reisenden leicht gemacht, kaum neue Wege sind zu beschreiten. Nach dem doch eher abenteuerlichen Myanmar kann das auch mal ganz angenehm sein. Die Kehrseite sind die großen Touristenströme, davon bekomme ich jedoch nur in den Städten etwas mit.

Eines kann ich nach zwei Monaten in der ersten Thailand-Runde jetzt schon sagen: Thailand bringt’s.

Gehabt Euch wohl, mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Bildgalerie folgt.

 

Log vom 1.5.18: Jetzt sind es nur noch 4 Tage, bis das Visum für Thailand abläuft. Laos liegt in Wurfweite, 100 km bis zur Grenze.

Vorgestern war ich per Rad am Khun Korn Wasserfall, 30 km von Chiang Rai in den Bergen. Offensichtlich macht das Radfahren noch so viel Laune, dass ich selbst an vermeidlichen Ruhetagen auf den Drahtesel steige 🙂

Fallhöhe 70 m, unten im Becken steht man wie hinter einem Düsenjet, Geräuschpegel und Windgeschwindigkeit sind beeeindruckend.

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 24.4.18: Nach einer grandiosen Woche auf der Farm und paar weiteren Tagen in Chiang Mai bin ich in Chiang Dao.

Erin und Colleen, meine genialen Radkolleginnen aus New York hatten vom Biohof in der Nähe von Chiang Mai erzählt (www.mindfulfarmers.org). 5 Tage bleibe ich letztendlich auf der Farm. Es wird diverses Gemüse angebaut und gibt reichlich Obstbäume incl. der vorzüglichen Mini-Bananen. Pi Nan hat dieses kleine Paradies vor 5 Jahren in seinem Heimatdorf aufgebaut, war 20 Jahre Buddhistischer Mönch, bis ihm die Japanerin Noriko über den Weg lief. Sie verlieben sich und bekommen eine Tochter, das Ende seines Klosterlebens. Pi Nan bezeichnet sich nun als Lehrer für Ökologische Landwirtschaft und Buddhismus. Morgens um 7 Uhr wird Yoga angeboten und am frühen Abend 30 Minuten Meditation, danach teilt Pi Nan die Weisheiten Buddhas in sehr verständlichen Worten mit.

Interessant ist dabei die Frage: „Warum sind wir auf der Welt“? Seine Antworten darauf nach einer Fragerunde:

  • Gutes zu tun allen Menschen und dir selbst
  • Gutes zu tun allen Lebewesen
  • Yoga und Meditation zu betreiben
  • Warum das alles: Um Erleuchtung zu erlangen, aus dem Kreislauf der Wiedergeburten auszusteigen, die Seele gelangt nach dem Tode ins Nirvana. Man ist von allem Leid befreit.

Weitere Bausteine dafür sind organische, vegane Ernährung und Verzicht auf’s Abendessen als Möglichkeit, die Lebens- und somit „Trainingszeit“ zu verlängern.

Wem danach ist, kann auf der Farm mitarbeiten oder auch „nur“ relaxen, alles ist freigestellt. Wir sind zwischen 10 und 20 Freiwillige, eine gemischte internationale Gruppe. Die Stimmung ist einmalig, könnte für immer hier bleiben, der Abschied fällt nicht leicht, das Visum ist jedoch nur noch bis zum 4. Mai gültig.

Am 20. April schwing’ ich mich wieder auf’s Rad. Auf dem Weg zurück ins Tal regnet es zwischendurch, bekomme ein Stück selbstgebackenen Kuchen angeboten. Irgendwie scheint die Süßspeise nicht mehr ganz taufrisch zu sein, nach ca. 3 Stunden wird mir übel, alles bewegt sich sehr langsam. Kann auf einem Pickup mitfahren, 30 km zurück bis an den Rad von Chiang Mai; erhole mich dort 2 Tage in einem klasse Hotel mit Pool und hänge einen weiteren Genesungstag im bekannten Hostel in der Stadt an incl. Scooter-Tour mit “alten” Bekannten.

Bis zur Laos-Grenze sind es noch knapp 300 km auf Nebenrouten mit kleinen Dörfern, die nächste Station ist Chiang Rai. In der Nähe gibt es einen weiteren Nationalpark mit Wanderrouten und riesigem Wasserfall zu erkunden. Thailand ist mit ganz großen Schritten auf dem besten Weg zum neuen Lieblingsland.

Übrigens ist der Sommer auf dem Höhepunkt, kurz vor der Regenzeit ist es sehr heiß. Gestern sind es um 12 in der Nacht noch 29 Grad 🙂

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

Volunteering Mindful Farm.

 

Am Sonntag des traditionellen Neujahrsfests werden Geschenke zur Ehre der älteren Dorfbewohner verteilt.

 

Geschenkübergabe an alle Dorfbewohner > 70 Jahre

 

Zurück nach Chinag Mai auf den Pickup

 

Tagestour per Scooter mit Marta und Mustafa aus dem Hostel Chiang Mai. Mustafa hatte ich zuvor vor einem Jahr in Pokhara/Nepal getroffen, dann saß er plötzlich im Hostel-Garten in Thailand:-)

 

 

Log vom 8.4.18: Bin nach 5 Tagen auf dem Rad in Chiang Mai angekommen. Die Tour ist großartig, es geht durch die Berge mit Übernachtungen in zwei Nationalparks und Klöstern. Die unzähligen Nationalparks in Thailand bieten Zeltmöglichkeit mit besten sanitären Anlagen und im Kloster ist man ein willkommener Gast, einfache Übernachtung auf Iso-Matte vorausgesetzt. Das Radfahren ist hier sehr sehr entspannt. Das Beste: Zu meiner großen Freude wird nicht, rein gar nicht gehupt. Straßen sind in bestem Zustand, selbst auf Nebenstrassen gibt es eine breiten Seitenstreifen, kaum Verkehr, ein Paradies für Radler. Die Menschen Unterwegs sind ausgesprochen sympathisch, bei allen Stopps spricht jemand Englisch, die Kontakte sind sehr angenehm. Thailändische Freundlichkeit.

Die Muskulatur der Unterschenkel wird immer besser, der behandelnde Arzt in Mae Sot wollte eine “Wärmetherapie” verordnen. Dachte mir, Radfahren bei der Hitze ist doch die beste Wärmetherapie, und schwinge mich auf’s Rad 🙂 Die kürzere Übersetzung ist montiert, die Tage geht es mit Zwischenstopps weiter Richtung Norden zur Grenze nach Laos.

Bis demnächst, Euch einen schönen Frühlingsanfang, mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Erste Übernachtung Nationalpark

 

Es ist tatsächlich Freude über den von Weit angereisten Gast erkennbar.

Mittagsstopp auf dem Land: Einzige Restauration im Dorf.

Kann man mit ganz viel Wohlwollen als Radweg durchgehen lassen: Routenplanung/Naviation mit MAPS.ME

Sehr kurzweilige Montage der neuen Übersetzung: Nu, Besitzer vom Radladen, ist selbst Tourenradler.

Log vom 28.3.18: Nach gut drei Wochen Pause macht die Muskulatur der Unterschenkel seit Kurzem einen besseren Eindruck. Die Schwellung ist am Morgen weg, beim Gehen ist noch eine leicht erhöhte Spannung in den Muskeln zu spüren, auch zwischendurch kommt es z.B. nach Einkaufen gehen zum leichten Anschwellen. Bei der relativ langen Pause drängt es sich schon die Frage auf, was hat dazu geführt und wie kann man das in Zukunft vermeiden. Aus dem Internet bin ich nicht wirklich schlau geworden, da meine Geschichte nicht mit Schmerzen verbunden ist. Die Aussage des Arztes, dass es bei Sportlern auftreten kann, die auf sehr langen Distanzen unterwegs sind, hilft hier wenig weiter.

Eine mir einleuchtende Erklärung für die Entzündung ist, daß sich die beiden Muskeln auf den vorderen Außenseiten des Unterschenkels durch fehlendes Dehnen verkürzt und dann entzündet haben. Selbstverständlich hab ich ordentlich jeden Tag gedehnt; jedoch, was die Unterschenkel betrifft, nur die Waden. Vom Wandern auf dem Jakobsweg kenn ich viele Pilger, die sich eine sehr schmerzhafte Entzündung auf der Vorderseite zugezogen haben; wer wäre jedoch jemals auf die Idee gekommen, dass beim Radfahren die vordere Unterschenkelmuskulatur derart gefordert ist. Meine Wander-Dehnübung (im Bild unten) wende ich jetzt seit ein paar Tagen mehrmals täglich an, das macht einen guten Eindruck. Werde das für den weiteren Tourverlauf jetzt mit Bedacht weiter machen. Abschließend kann ich auch den Arzt fragen, ob er weitere Ratschläge hat.

Die Lieferung mit der kürzeren Übersetzung ist mittlerweile angekommen. Neben den Dokumenten von Absender Gates Carbon Drive, einer persönlichen Bestätigung, dass die Teile für mich kostenlos sind, da ich auf Fahrradweltreise bin und von Gates unterstützt werde, wollte der Zoll wie berichtet ein Zertifikat sehen, dass die Tour offiziell bestätigt. (alle Anfragen kamen „natürlich“ in gewissen Abständen nacheinander) Weil mir auf die Schnelle nicht Blöderes einfiel, schicke ich das Grußschreiben unseres Oberbürgermeisters und den Zeitungsartikel der Übergabe vom Beginn der Tour. Zusätzlich hab ich den Paketdienst, mit dem ich in Kontakt war gebeten, die Adresse von meiner Webseite weiterzuleiten. Offensichtlich hat das letztendlich den Zoll überzeugt. Was bleibt am Ende: Hab das ganze mit einem Lächeln verfolgt, ist eine weitere Geschichte, die ich erzählen kann. Ah, man kann tatsächlich auf der Seite von Gates nachschauen, was die Teile kosten. Ca. 400 Euro für zwei Riemen und Riemenscheiben. Kein Wunder, dass die Beamten da bei den angegebenen 40 Dollar ins Stutzen gekommen sind. Wir haben uns beim Warenwert auf die reinen Produktionskosten in Taiwan berufen 🙂 Warum das Ganze? Der Importzoll liegt bei satten 35 %.

Im Moment sieht es so aus, dass ich das Visum (30 Tage laufen am 4.4. ab) hier schon mal vorab für weiter 30 Tage verlänger und noch ein paar Tage warte, bis ich Richtung Norden weiterfahre. Mae Sot ist eine relaxte Kleinstadt, und das Gasthaus ein super entspanntes Paradies. In dem Umfeld ist die Regeneration vermutlich besser als in der umtriebigten Großstadt Chiang Mai, die 400 km weiter die nächste Station ist.

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

Dehnung des vorderen Unterschenkelmuskels: Wichtig.

 

Zum Frühstück mit Ton (NL) und Tim/Lucy (D/GB)

 

Abendessen auf “Night Market” mit Tim/Steve (USA) und Briana/Nick (Australien)

 

Vor drei Monaten in Indien jetzt Wiedersehen mit Radkollegin Erin aus New York, “by coincidence”.

 

Log vom 20.3.18: Was ist neu:

Für die Auslieferung des Pakets braucht der Zoll in Bangkok jetzt noch ein Zertifikat, dass ich auf Fahrrad-Weltreise bin!

Kleine Bildgalerie ganz unten im Beitrag “Indien Teil 4” eingefügt.

Kleine Bildgalerie ganz unten im Beitrag “Bangladesch” eingefügt.

Große Bildgalerie ganz unten im Beitrag “Myanmar” eingefügt.

Bin noch in Mae Sot. Das angekündigte Paket mit der kürzeren Übersetzung hängt noch im Zoll in Bangkok, die Beamten haben den vom Lieferanten angegebenen Warenwert von 40 Dollar erstmal nicht akzeptiert. Die angeforderten zusätzlichen Dokumente (Warenwert bezieht sich auf die Produktionskosten, Teile für mich kostenlos, da Gates die Tour unterstützt. Neben dem Dokument von Gates auch ein persönliches Bestätigungsschreiben von mir ) liegen dem Zoll jetzt vor.

Die Pause kommt aber nicht ungelegen, beide äußeren Muskeln der Unterschenkel sind leicht entzündet und geschwollen, nicht scherzhaft, sollt jedoch auskuriert werden. Aussage vom Doc: Kann bei “Long Distance Athletes” vorkommen.

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 11.3.18: Gerade ist es sehr angenehm, den geschundenen Körper etwas zu erholen, Mae Sot und den Unterkunft sind sehr entspannt, es gibt viele Kontakte zu Leuten die hier hängengeblieben oder auch unterwegs sind, auch Radkollegen Tim und Steve sind hier. Warte gerade auf eine Lierferung von Gates, schon länger war mein Wunsch das Rad etwas kürzer zu Übersetzen. Der erste Gang ist am Berg einfach zu lang, gerade wo es jetzt Richtung Nord-Thailand geht, wo das Profil sehr sehr bergig wird.

Wünsche Euch nun eine schöne Übergangszeit zum Frühling.

Gehabt Euch wohl, mit allerbesten Grüßen, Mark

 

18 Myanmar

Hallo Ihr Lieben,                                                                                         (neue Bildgalerie siehe ganz ganz unten)

2.555 Radkilometer, 49 Tage im Land, 21 Visa-“Overstay”, die sich mit 63 $ bei der Ausreise problemlos belgeichen lassen, das ist die Kurzstatistik von einer beeindruckenden Tour durch das “Land Buddhas”.

Myanmar, das Land des Lächelns. Noch nie auf der Tour sind mir derart freundliche Menschen begegnet wie hier. Überall wird ein Lächeln im Vorbeifahren erwiedert, die Menschen sind herzlich und zurückhaltend, jedoch durchaus an fremden Menschen interessiert. Wie zuvor waren es wieder die Leute und die Natur, die mir am Besten gefallen. Man wird von der Vielzahl der Pagoden und Tempelanlagen leicht erschlagen; das Ganze scheint auf einen sehr soliden finanziellen Boden gebaut zu sein. Einige Mönche in kleinen abgelegenen Klöstern sind sehr entspannt unterwegs, folgen keinem ersichtlichen Ritual. Einmal lief bis spät in die Nacht der Fernseher mit Champions-League Spielen, der Tag begann für die Kollegen erst um 9 Uhr. In den größeren Klöstern und hin und wieder auch anderorts geht es jedoch auch durchaus “strenger” zu.

Wünsche Euch viel Freude mit dem Beitrag.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 27.01.18: Am 16.1.18 ladet das Flugzeug in Mandalay. Von dort geht es mit dem Nachtbus in den Grenzort Tamu, Anhänger eine Radtasche und die Batterien sind auf dem Landweg sicher angekommen, ein junger Kerl hatte sich bereit erklärt, die Sachen über die Grenze zu bringen und bei sich zu Hause in Tamu zu deponieren; mit seinem Bruder transportiert er Waren zwischen den Grenzorten. Fahrrad, drei Taschen und das Panel reisen im Flugzeug mit. Leider lese ich das Kleingedruckte nicht und so kommen von Kolkata nach Bangkok noch einmal 160 € für Zusatzgepäck hinzu. 11 kg wiegen die drei Taschen und 36 kg Rad mit Panel. Das Panel ist gut gepolstert außen am Radkarton mit Klebeband und Verpackungsfolie befestigt. Das Bodenpersonal gibt sich offensichtlich Mühe, das Panel lädt wieder wie gewohnt.

Schon seit längerem wollte ich eine Zusammenfassung von Nepal schreiben und mit dem Satz beginnen lassen: Neben Georgien und Sri Lanka gibt es ein drittes Lieblingsland: Nepal. Das hat sich mittlerweile überholt, jetzt ist Myanmar auf dem besten Weg, der vierte Favorit zu werden. Die Menschen hier, ca. 87 % Buddhisten, sind die angenehmsten bisher. Sehr entspannt, herzlich und hilfsbereit und voller Lebensfreude. Sie schauen dir im Vorbeigehen oder -fahren übrigens in die Augen und nicht wie die Inder nur auf das Fahrrad, ein nicht zu verachtender Sympathieunterschied, da macht das Unterwegssein besonders Laune.

Campen und Privatübernachtungen sind offiziell nicht erlaubt, werde aber bereits schon ein paar Mal eingeladen, bei den 10 Tagen die ich erst hier bin. In abgelegenen Gebieten gibt es erfreulicherweise keine Ordnungspolizei, die sonst ihren Job sehr gewissenhaft ausübt. In größeren Orten ist nach kurzer Zeit jemand von der „Immigration“ zur Stelle und begleitet dich zum Hotel. Außerdem gibt es viele Klöster, die Ausländer aufnehmen.

Von Mandalay geht es mit dem Nachtbus in den Grenzort Tamu, Anhänger eine Radtasche und die Batterien sind auf dem Landweg sicher angekommen, ein junger Kerl hatte sich bereit erklärt, die Sachen über die Grenze zu bringen und bei sich zu Hause in Tamu zu deponieren; mit seinem Bruder transportiert er Waren zwischen den Grenzorten. Fahrrad, drei Taschen und das Panel reisen im Flugzeug mit. Leider lese ich das Kleingedruckte nicht und so kommen von Kolkata nach Bangkok noch einmal 160 € für Zusatzgepäck hinzu. 11 kg wiegen die drei Taschen und 36 kg Rad mit Panel. Das Panel ist gut gepolstert außen am Radkarton mit Klebeband und Verpackungsfolie befestigt. Das Bodenpersonal gibt sich offensichtlich Mühe, das Panel lädt wieder wie gewohnt.

Ab Tamu geht es dann erst nach Mawlaik und dann wieder nach Norden am Fluss entlang bis kurz vor Hkamti. Den Tipp bekomme ich vom englischen Radkollegen Josh bekommen, der in Yangon lebt. Die Schotterpiste verläuft die meiste Zeit abseits des Flusses durch unbewohnte dschungelartige sehr hügelige Landschaft mit knackigen (Schiebe-) Anstiegen, selten kommt man durch Ortschaften am Fluss. Den Weg gibt es weder auf Google oder der Handy-Offline-Karte, macht die Sache daher besonders spannend.

Am vierten Tag lande ich kurz neben der Piste Nachmittags auf einer Goldmiene. Die Betreiberfamilie ist äußerst tiefenentspannt und lädt gleich zur Übernachtung in einem der zeltartigen Behausungen ein. Es gibt sogar..:-)

Abschließen möchte ich mit einem Zitat aus dem Lonely Planet: „It’s a country, that fuels your emotions, stimulates your senses and stays in your soul“. auch einen größeren Bereich mit einer Art Altar, zu Ehre Buddhas eingerichtet. Übrigens ist die Region nur lückenhaft ans Stromnetz angeschlossen, aber bisher gibt es überall für ein paar Stunden Strom von Dieselaggregaten. Auf der Goldmine blubberte die Maschine die ganze Nacht hindurch.

Danach geht es per Schiff in einem Tag zurück nach Mawlaik, die Idee ist nun über die Highlights von Myanmar, „Bagan“ und „Inle-Lake“ nach Yangon die Radtour fortzusetzen. Leider bekommt man nur 28 Tage Visum mit der Option „overstay“ für 3 $ pro Tag. Wie lange man überziehen kann, werde ich noch in Erfahrung bringen.

Zum Schluss noch ein Satz aus dem Lonely Planet, der es ganz gut auf dem Punkt bringt: “Myanmar is a country that fuels your emotions, stimulates your sences and stays in your soul.”

Euch nun ‘ne Menge sonnige Wintertage.

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

Übrigens erfahre ich in Indien aus dritter Hand, dass man als Tourist hin und wieder nicht so freundlich behandelt wird, weil „der Westen“ auf Myanmar „eindrischt“. Davon ist hier aber auch rein überhauptgarnichts zu merken! Ansonsten gibt es ein paar für Ausländer gesperrte Regionen, die meisten Bereiche mit den Interessanten Zielen sind jedoch frei bereisbar, in den 28 Tagen läßt sich als Radreisender eh nicht alles sehen.

Sonnenaufgang in Mandalay:

Übernachtung im Kloster:

 

Übernachtung beim Bürgermeister. Am Morgen tragen Kinder und Frauen in Myanmar den hier üblichen Sonnenschutz auf, der aus Thanaka-Holz hergestellt wird:

 

Die Mädels der Goldminen-Familie:

 

Pause für Ross und Reiter. Mittagsstop am Fluss auf dem Weg nach Hkamti durch den Dschungel. Für die kombinierte Tour Boot+Bike bleibt der Anhänger in Mawlaik:

Log vom 27.01.18: Schon seit längerem wollte ich eine Zusammenfassung von Nepal schreiben und mit dem Satz beginnen lassen: Neben Georgien und Sri Lanka gibt es ein drittes Lieblingsland: Nepal. Das hat sich mittlerweile überholt, jetzt ist Myanmar auf dem besten Weg, der vierte Favorit zu werden. Die Menschen hier, ca. 87 % Buddhisten, sind die angenehmsten bisher. Sehr entspannt, herzlich und hilfsbereit und voller Lebensfreude. Sie schauen dir im Vorbeigehen oder -fahren übrigens in die Augen und nicht wie die Inder nur auf das Fahrrad, ein nicht zu verachtender Sympathieunterschied, da macht das Unterwegssein besonders Laune.

Campen und Privatübernachtungen sind offiziell nicht erlaubt, werde aber bereits schon ein paar Mal eingeladen, bei den 10 Tagen die ich erst hier bin. In abgelegenen Gebieten gibt es erfreulicherweise keine Ordnungspolizei, die sonst ihren Job sehr gewissenhaft ausübt. In größeren Orten ist nach kurzer Zeit jemand von der „Immigration“ zur Stelle und begleitet dich zum Hotel. Außerdem gibt es viele Klöster, die Ausländer aufnehmen.

Von Mandalay geht es mit dem Nachtbus in den Grenzort Tamu, Anhänger eine Radtasche und die Batterien sind auf dem Landweg sicher angekommen, ein junger Kerl hatte sich bereit erklärt, die Sachen über die Grenze zu bringen und bei sich zu Hause in Tamu zu deponieren; mit seinem Bruder transportiert er Waren zwischen den Grenzorten. Fahrrad, drei Taschen und das Panel reisen im Flugzeug mit. Leider lese ich das Kleingedruckte nicht und so kommen von Kolkata nach Bangkok noch einmal 160 € für Zusatzgepäck hinzu. 11 kg wiegen die drei Taschen und 36 kg Rad mit Panel. Das Panel ist gut gepolstert außen am Radkarton mit Klebeband und Verpackungsfolie befestigt. Das Bodenpersonal gibt sich offensichtlich Mühe, das Panel lädt wieder wie gewohnt.

Ab Tamu geht es dann erst nach Mawlaik und dann wieder nach Norden am Fluss entlang bis kurz vor Hkamti. Den Tipp bekomme ich vom englischen Radkollegen Josh bekommen, der in Yangon lebt. Die Schotterpiste verläuft die meiste Zeit abseits des Flusses durch unbewohnte dschungelartige sehr hügelige Landschaft mit knackigen (Schiebe-) Anstiegen, selten kommt man durch Ortschaften am Fluss. Den Weg gibt es weder auf Google oder der Handy-Offline-Karte, macht die Sache daher besonders spannend.

Am vierten Tag lande ich kurz neben der Piste Nachmittags auf einer Goldmiene. Die Betreiberfamilie ist äußerst tiefenentspannt und lädt gleich zur Übernachtung in einem der zeltartigen Behausungen ein. Es gibt sogar..:-)

Abschließen möchte ich mit einem Zitat aus dem Lonely Planet: „It’s a country, that fuels your emotions, stimulates your senses and stays in your soul“. auch einen größeren Bereich mit einer Art Altar, zu Ehre Buddhas eingerichtet. Übrigens ist die Region nur lückenhaft ans Stromnetz angeschlossen, aber bisher gibt es überall für ein paar Stunden Strom von Dieselaggregaten. Auf der Goldmine blubberte die Maschine die ganze Nacht hindurch.

Danach geht es per Schiff in einem Tag zurück nach Mawlaik, die Idee ist nun über die Highlights von Myanmar, „Bagan“ und „Inle-Lake“ nach Yangon die Radtour fortzusetzen. Leider bekommt man nur 28 Tage Visum mit der Option „overstay“ für 3 $ pro Tag. Wie lange man überziehen kann, werde ich noch in Erfahrung bringen.

Zum Schluss noch ein Satz aus dem Lonely Planet, der es ganz gut auf dem Punkt bringt: “Myanmar is a country that fuels your emotions, stimulates your sences and stays in your soul.”

Euch nun ‘ne Menge sonnige Wintertage.

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

Übrigens erfahre ich in Indien aus dritter Hand, dass man als Tourist hin und wieder nicht so freundlich behandelt wird, weil „der Westen“ auf Myanmar „eindrischt“. Davon ist hier aber auch rein überhauptgarnichts zu merken! Ansonsten gibt es ein paar für Ausländer gesperrte Regionen, die meisten Bereiche mit den Interessanten Zielen sind jedoch frei bereisbar, in den 28 Tagen läßt sich als Radreisender eh nicht alles sehen.

Sonnenaufgang in Mandalay:

 

Übernachtung im Kloster:

 

Übernachtung beim Bürgermeister. Am Morgen tragen Kinder und Frauen in Myanmar den hier üblichen Sonnenschutz auf, der aus Thanaka-Holz hergestellt wird:

 

Die Mädels der Goldminen-Familie:

 

Pause für Ross und Reiter. Mittagsstop am Fluss auf dem Weg nach Hkamti durch den Dschungel. Für die kombinierte Tour Boot+Bike bleibt der Anhänger in Mawlaik:

Log vom 13.2.18: Bin nach ein paar Tagen Bagan und Besteigung von Vulkan Mt. Popa am Inle-See, einem der Natur- und Kultur-Highlights von Myanmar. Morgen geht es auf eine 3-tägige Wanderung und dann weiter in die Hauptstadt Yangon, ca. 600 Radkilometer.

Was ist neu: Die Übernachtungsbilder ab dem 16.10.17 in der Karte sind aktualisiert.

Log vom 27.2.18: Vor 4 Tagen bin ich nach sehr anstrengender Tour in der erfreulich entspannten Hauptstadt von Myanmar angekommen. Zuerst ging es durch die Berge mit knackigen Anstiegen und in der Ebene Richtung Süden wurde es ab Mittag ordentlich heiß, in Yangon sind es gerade um die 37 Grad.

Die Wanderung von Kallaw zum Inle-See hat Laune gemacht, führt auf kleinen Wegen durch ein beschauliches Bergpanorama. Hatte mich diesmal für eine gebuchte Tour entschieden, 10 Leute aus unterschiedliche Ländern mit lokalem Guide. Am Inle stand die Erkundung des Sees auf dem Programm, am ersten Tag eine Motorboot-Tour mit acht Stops und am zweiten eine Radtour mit Halt an heißer Quelle, Besichtigung Tofu-Herstellung und Sonnenuntergang mit Blick auf den See auf einem Weingut. Beide Touren angeboten vom Hostel.

Morgen geht es weiter Richtung Thailand, Grenzübergang Mae Sot. Auf dem Weg gibt es zwei weitere Attraktionen, den Golden Rock und eine Tageswanderung im Kalksteingebirge nahe Hpa-An. Mittlerweile ist das 28-Tage Visum schon ordendlich überzogen, man kann sich jedoch an der Grenze mit 3 $ pro Tag freikaufen. In einigen Unterkünften kommt man jetzt nicht mehr unter, übernachte aber eh meistens in Klöstern. Ist sehr unkompliziert und eine klasse Erfahrung, auf Spendenbasis wird außerdem die Reisekasse geschont 🙂

Bis demnächst, mit allerbesten Grüßen, Mark

Wanderung Kallaw-Inle

Mittagsstop im Kloster: Die Jungs geben ein Geburtstagseis aus.

Beim Mittagsstop: Die Kinder hatten noch nie einen Ausländer gesehen.

Pagode von Bago, einen Tag vor Yangon.

Log vom 11.3.18: Von Yangon bis zur Grenze nach Thailand bin ich auf verkehrsarmen Nebenrouten unterwegs. Das geht bis auf weiteres bestens auf, kaum Verkehr, hautnahes Dorfleben, klasse Einheimische bei den Stops unterwegs, nur hin und wieder abschnittsweise sehr staubige und steinige Pisten. Am ersten Abend bin ich nach 110 heißen und schlauchenden Kilometern erst um 21 Uhr in Bago, das “Einchecken” im Kloster ist jedoch super einfach und unkompliziert, der zuständige Mönch kennt mich noch vom Hinweg wenige Tage zuvor, empfängt mich mit einem freundlichen Lächeln, als er mich verstaubt und ausgelaugt vor sich sieht.

Der nächste Stop am Buddhistischen Pilgerort “Golden Rock” war jetzt nicht so prickelnd wie die einschlägigen Ankündigungen erwarten ließen. O.K., war zur ungünstigen Zeit dort, Vollmondwochenende, die Burmesen hatten 4 Tage frei, ganz Myanmar war auf den Beinen. Die Unterkünfte voll, man wird zum Golden Rock per LKW mit unzähligen Sitzreihen auf der Ladefläche 10 km den steilen Berg hochgefahren und läuft dann noch ein zwei Kilometer mit Hunderten zu Fuß weiter. Massenveranstaltung, nicht so meine Sache. Gut, hätte ja auch schon um 7 da sein können 🙂

Weiter geht’s nach Hap-An, herrliche Kleinstadt, klasse Cafe’s, großer See in der Stadt und Backpackerunterkunft zum Austauschen mit zahlreichen “Travallern” und Radkollege Yogesh aus Indien, der auf dem Weg zurück nach Hause ist. Steige zum Sommenaufgang 700 Hm zum Mt. Zwegabin über sehr steile Treppenstufen hoch, oben eine Klosteranlage mit Fernblick über die Ebene. Am Nachmittag erfrischendes Bad in einem kleinen See, der über einen 20 Meter-Abstieg in eine Höhle erreichbar ist. Danach 2 Stunden Paddeltour durch Reisfelder vor Karstberg-Kulisse. Gelungener Tag.

Die letzten zwei Etappen wieder auf Nebenstraßen, kurz vor Thailand eine letzte Klosterübernachtung in einem offenen Raum mit Buddha-Statue, direkt neben der großen Pagode. Hilfsbereite, herzliche Mönche die ein wenig Englisch sprechen sind ein schöner Abschied.

Myanmar, das Land des Lächelns. Noch nie auf der Tour sind mir derart freundliche Menschen begegnet wie hier. Überall wird ein Lächeln im Vorbeifahren erwiedert, die Menschen sind herzlich und zurückhaltend, sind jedoch durchaus an fremden Menschen interessiert. Wie zuvor waren es wieder die Leute und die Natur, die mir am besten gefallen haben. Man wird von der Vielzahl der Pagoden und Tempelanlagen leicht erschlagen; das Ganze scheint auf einen sehr soliden finanziellen Boden gebaut zu sein. Einige Mönche in kleinen abgelegenen Klöstern sind sehr entspannt unterwegs, folgen keinem ersichtlichen Ritual. Einmal lief bis spät in die Nacht der Fernseher mit Champions-League Spielen der Tag began für die Kollegen erst um 9 Uhr. In den größeren Klöstern und hin und wieder geht es jeoch auch durchaus “strenger” zu.

Gerade ist es sehr angenehm, den geschundenen Körper etwas zu erholen, Mae Sot und den Unterkunft sind sehr entspannt, es gibt viele Kontakte zu Leuten die hier hängengeblieben oder auch unterwegs sind. Warte gerade auf eine Lierferung von Gates, schon länger war mein Wunsch das Rad etwas kürzer zu Übersetzen. Der erste Gang ist am Berg einfach zu lang, gerade wo es jetzt Richtung Nord-Thailand geht, wo das Profil sehr sehr bergig wird.

Wünsche Euch nun eine schöne Übergangszeit zum Frühling.

Gehabt Euch wohl, mit allerbesten Grüßen, Mark

Mächtige Shwedagon-Pagode von Yangon, 99 Meter hoch und eine der ältesten Pagoden der Welt.

Treffe Radkollegen Marlene und Vincent in Yangon zum Kaffee, sie sind auf dem Sprung nach Indien. Der freudliche Herr von Cafe-Shop wollte gerne mit auf’s Bild 🙂

Schon beeindruckend, was die Burmesen sich da gebastelt haben. Fahrrad mit Elektrounterstützung wohlgemerkt.

Pilgerstätte Golden Rock, zur Ehre Buddhas werden Goldplättchen aufgeklebt.

Auf verkehrsarmen Nebenstrecken geht’s Richtung Osten.

Kurz vor der Grenze kommen mir Tim und Steve aus den Staaten entgegen.

Beschauliche Kulisse mit Karstbergen.

Auf geht’s nach Thailand, Bye Bye amazing Myanmar.

 

Indien Teil 4: Nagaland und Manipur

Hallo Ihr Lieben,                                           (kleine Bildgalerie ganz unten)

in der Tat ist Indien nicht DAS Radparadies auf dieser Welt. Mit Sikkim, Assam, Mizoram, Nagaland und Manipur bin ich in fünf der sechs Staaten unterwegs, nur die Bergregion Arunachal Pradesh am Fuß des Himalayas ist noch ein weißer Fleck auf der Karte. Grund genug um eines Tages in der Kombination mit Nepal und Kashmir/Ladakh noch einmal zurückzukommen. Dann jedoch als Mountainbike- und Wandertour 🙂

Der Nordosten ist um einiges entspannter als der Rest von Indien, nicht annähernd so dicht besiedelt, sehr freundliche Menschen und die Bergregionen haben ein grandioses Landschaftsbild zu bieten. Wer einmal auf den Subkontinent kommt, sollte diesen Teil nicht verpassen.

Wünsche Euch viel Freude mit diesem Beitrag.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 04.12.17: Nach mehr als zwei Monaten steige ich am 29.11.17 zurück vom Bangladesch-Ausflug in Changki/Nagaland wieder auf’s Rad. Die ersten 10 km fühlen sich an wie die ersten Fahrversuche als 5-Jähriger. Der Gleichgewichtsinn will offensichtlich nicht richtig aufwachen. Dazu trägt mit Sicherheit das hohe Gewicht von 100 kg bei. Danach macht’s wieder richtig Laune, die Landschaft ist sehr bergig, deftige Anstiege werden mit klasse Fernsicht belohnt. Die Strassen sind jedoch eine echte Geduldsprobe mit dem Gespann, eher was für MTB oder Offrodfahrzeuge. Unterwegs Richtung Kohima gibt es viele Übernachtungseinladungen, die Nagas sind einmalig.

Bleibe voraussichtich bis 10.12.17 in der Hauptstadt, das http://hornbillfestival.co.in ist ein echtes Hightlight, gehört mit zu den bekanntesten Veranstaltungen in Indien.

Bis demnächst, gehabt Euch wohl.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

Log vom 16.12.17:10 Tage Hornbill-Festival sind vorüber. Das Fest war ein Erlebnis, Tagsüber schau’ ich mir das indigene Showprogramm der 17 Volksstämme Nagalands in der zentralen Arena an, treffe Leute aus der ganzen Welt; am späten Nachmittag gibt es Livemusik und am Abend sitzen wir mit Freunden von Gastgeber Chevy am Feuer. Es gibt eine Einladung nach Kapstadt; lerne Peter kennen, er ist Südafrikaner, tiefenentspannt und Gründer der 2 Kaffee-Marken Himalayan Coffee in Nepal und seit 3 Jahren Nagaland Coffee. Peter war Theologe und Anthropologe, hat danach BWL studiert, den Job letztendlich an den Nagel gehängt und schließlich die Kaffeemarken gegründet. Hab ihn im Kaffee-Pavillion mit Schürze arbeiten seh’n und gefragt, ob er Volunteer auf dem Hornbill wäre, was er mit einem symphatischen Lächeln verneint 🙂 Zudem ist er auch noch Radfahrer, war vor kurzem mit seinem Sohn auf der Annapurna-Runde mit dem MTB unterwegs, incl. 5.415 m Thorong-La Pass. Respekt.

Nach ein paar Tagen Regen werde ich morgen 3 Tage im Dzukou Valley Wandern und dann Richtung Myanmar-Grenze aufbrechen. Sind nur noch 220 km.

Bis demnächst, gehabt Euch wohl.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

Erin + Colleen, Radfreunde aus New York, Chevy und sein Kumpel

 

Log vom 23.12.17: Bin zurück von der Wanderung im grandiosen Zdukou-Valley. Nach ein paar Orga- und Ruhetagen geht es morgen wieder auf’s Fahrrad Richtung Grenze Myanmar.

Bis demnächst, gehabt Euch wohl.

Glückliche Weihnachten.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

Die Jungs aus Dimapur waren mit Fotoausrüstung im Tal, um den Sternenhimmel in der mondlosen Nacht aufzunehmen.

Dzukou-Valley bei Frost in den Morgenstunden.

Log vom 29.12.17; Bin seit 25.12.17 in Imphal und werde bis Neujahr hier bleiben. Die Manipuris sind klasse und super gastfreundlich, hab unter anderem Kontakt zur lokalen Radgruppe. Es macht mehr Sinn, den Jahreswechsel hier zu Verbringen und dann den Grenzübertritt anzugeh’n als irgendwo vor oder hinter der Grenze Indien/Myanmar Sylvester eventuell alleine zu verbringen.

Bis demnächst, gehabt Euch wohl. Kommt gut ins neue Jahr.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

Das Team vom Radladen Noren wechselt kosternlos die Bremsflüssigkeit vorne und hinten. Riesen Dank dafür. Toni (re.) zeigt mir die Stadt und hilft bei Besorgungen.

 

Log vom 07.01.18: Euch erstmal ein brilliantes neues Jahr 2018. Hoffe Ihr seid gut gestartet, ich selbst war beim Open Air Festival “Wildernest” 20 km nördlch von Imphal mit lokalen Rock-Bands, einer lustigen Ska-Combo aus Israel/Mexiko, Camping und ‘ner Menge klasse Leute zum Feiern.

https://www.facebook.com/wildernestimphal/posts/?ref=page_internal

Übrigens: Hab vorgestern erfolglos versucht, die Grenze nach Myanmar zu passieren.

Die Vorgeschichte

Bis Juni 2017 war es für Ausländer noch möglich, von Indien nach Myanmar per Land einzureisen.

Neben dem Visa ist ein Permit erforderlich, dass man mindestens 4 Wochen vorab beim „Ministery of Hotels and Tourism“ in Yangon beantragt.

Danach ist irgendetwas passiert, keiner weiß genau was, reguläre Permits werden bis auf weiteres nicht mehr ausgegeben.

Die Bedingung für ein Permit ist nun, über ein Reiseveranstalter vom ersten bis zum letzten Tag eine organisierte Tour zu buchen, mit Guide, Hotelübernachtungen und Transfer, falls man kein eigenes Fahrzeug hat. Die Tour kostet dann für Individualreisende um die 3000 Dollar.

Lange Rede kurzer Sinn: Keine Option für einen Radfahrer, ähnliches gilt übrigens für das Traumland Butan.

Mein Plan ist daher folgender: In Nepal auf dem Weg zurück nach Indien treffe ich beim Mittagsstopp Matheo, ein Radkollege aus Italien. Er war gerade in Myanmar. Sein Gastwirt in Yangon hat berichtet, dass es mit Hilfe seines Onkels aus dem Grenzort Tamu möglich ist, auf Einladung ohne das „unerreichbare“ Permit zu passieren. Im folgenden läßt sich der Kontakt tatsächlich herstellen, wir verabreden uns am 05. Januar 2018 vor dem Gebäude der Myanmar Immigration. Ich bekomme den Indien-Ausreisestempel in den Pass gedrückt und fahre weiter 1 km bis zum verabredeten Treffpunkt.

Alles weitere ist schnell erzählt: Der Plan geht nicht auf. Der zuständige Grenzbeamte, an den wir weitergeleitet werden, möchte sehr freundlich aber bestimmt das Permit sehen.

Auch die Idee, den Beamten mit etwas Bargeld umzustimmen, gibt es. Scheidet jedoch aus, da den „Vorgang“ schon einige Kollegen mitbekommen hatten.

Die Kollegen am indischen Checkpoint markieren den Ausreisestempel mit einem roten Stift als „ungültig“ und ich bin wieder zurück in Manipur. Hatte problemlos wie bereits zuvor ein Indien-Visa mit „Multiple Entry“ bei der Botschaft in Bangladesch bekommen.

Plan B ist nun jemanden zu finden, der die Ausrüstung rüber nach Tamu bringt, werde dann per Flugzeug einreisen. Bitter, das zweite Mal wie zuvor nach Sri Lanka, wo es keine Fähre mehr gab. Von Imphal via Kolkatta und Bangkok nach Mandalay. Von dort 500 km mit dem Bus nach Tamu.

Das ist die Situation, diese Grenze ist hin und wieder nicht oder nur schwer passierbar. Von Thailand gibt es übrigens 3 Grenzübergänge, wo die Einreise (und sehr wichtig: auch die Ausreise) per Land kein Problem darstellt…

 

Log vom 11.01.2018: Mit dem Mini-Bus geht es zurück nach Imphal, das Rad auf dem Dachgepäckträger vom Fahrer festgezurrt. Anhänger und Batterien sind auf dem Landweg unterwegs nach Tamu; gleich hinter der Grenze gelegen, keine 2 Kilometer von Indien entfernt.

Die Flüge sind gebucht, am Sonntag geht es von hier in rund 22 Stunden über Kolkata und Bangkog nach Mandalay und weiter mit dem Bus zurück an die Grenze nach Tamu. Ob ich von dort die Tour fortsetze oder mit dem Bus nach Mandalay zurück fahre, werde ich dann entscheiden. Ansich steht mir der Sinn sehr nach Radfahren, das kam in der letzen Zeit schon etwas zu kurz…

Bis demnächst, gehabt Euch wohl.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

Myanmar beginnt auf der anderen Flussseite, gleich hinter der Brücke liegen die Gebäude der Immigration. Weiter ging es nicht. Das Bild entstand übrigens bereits auf dem Rückweg. Don’t worry, be happy. Übrigens wird man hier überall mit “Bro” angesprochen, wem’s auf dem Bild aufgefallen ist. 🙂

17 Bangladesch

Hallo Ihr Lieben,                                                      (Bildgalerie ganz unten)

25 Tage Bangladesch sind es dann letztendlich doch geworden, der “Visa-Ausflug” ohne Rad ins Nachbarland. Nepal hatte ich ja intensiv besucht, da liegt es nahe zur Visa-Erneuerung für Indien und Myanmar ein neues Land kennenzulernen. Was sich dann jedoch abspielt, ist (sagen wir Mal) sehr speziell. Es ist der größte kulturelle Unterschied bisher der gesamten Tour. Indien hoch drei.

Dhaka ist eine der am dichtesten Besiedelten Großstädte überhaupt, auf den Strassen sind tausende Fahrrdrikshas zwischen Fussgängern, Bussen, Motorrädern und PKW’s unterwegs. Es fällt gleich auf, das wesentlich schneller und mit weniger Rücksicht als in Indien gefahren wird. Wer hier eine Strasse überqueren möchte, sollte sehr aufmerksam sein, es gibt keine Fussgängerampeln, man hat keine andere Wahl. Der Verkehr ist der Hammer; treffe im Bus einen Bänker, er braucht für 5 km zur Arbeit 1,5 bis 2 Stunden. Ein Weg. Den Vorschlag mit dem Rad zu fahren zieht er ernsthaft in Erwägung.

Komme beim bekannteste Radreisenden Bangladeschs in Dhaka unter. Seine Frau organisiert den ersten Triathlon Bangladeschs mit, an dem ich als Volunteer teilnehme. Alles wunderbar, sie sind den ganzen Tag unterwegs, ich bekomme einen Wohnungsschlüssel, kann den Tagesablauf frei gestalten. Nach einer Woche gehen sie auf  für ein paar Tage zu einer Bootstour außenhalb Dhakas die leider im letzten Moment ausgebucht ist und eröffnet eine halbe Stunde vor Abfahrt, dass ich während ihrer Abwesenheit nicht bleiben kann, weil sie selber nur zur Untermiete wohnen und der Eigentümer generell nicht so erbaut ist, dass er ausländische Gäste aufnimmt. Als ich sehr freundlich äußer, dass das jetzt sehr überraschend kommt, bricht es aus ihm heraus, wird ungehalten und sagt im Prinzip, dass “die Deutschen” überhaupt das Allerletzte wären usw. Lerneffekt: Die eigene Sichtweise zu äußern wird als Kritik aufgefasst und ist nicht geduldet. Letztendlich komme ich Nachts um 1 Uhr in einem abgerockten Hotelzimmer für 30 Dollar unter, weil die günstigen Unterkünfte nicht für die Sicherheit der Ausländer garantieren können.

Zwei Tage verbringe ich in einem Dorf bei einem Freund vom Dhaka-Gastgeber. Er zeigt mir das Dorf und die Umgebung, fotographiert und filmt mich unentwegt bei Allem und veröffentlicht ungefragt quasi online in “sozialen Medien”. Nach einiger Zeit äußere ich freundlich die Bitte, vorher zu fragen, das bleibt jedoch wiederholt unbeachtet. Fazit: Wer eingeladen wird, hat keine Privatsphäre und hat die Regeln des Gastgebers bis ins letzte Detail zu befolgen. Ich sage es wie es ist. Als wir später über weitere kulturelle Unterschiede zwischen den Welten sprechen, ist er letztendlich Dankbar. Er hatte zum ersten Mal direkten Kontakt zum einem “Westler” und möchte im Bereich Ökotourismus aktiv werden. Toi Toi Toi.

Bei einer weiteren Tour mit einem anderen Gestgeber über wormshowers.org, wir besuchen eine Ökofarm, Weber und sein Moringa-Projekt (nehme im Prinzip als Gast an einer Dienstreise teil), geht es ähnlich zu. Sehr enger Kontakt und die Regeln des Gastgebers sind unbedigt zu befolgen. Hm, persönlich gehe ich persönlich mit Gästen anders um.

Letztendlich komme ich die letzte Woche in einer 3er WG wieder über wormshowers.org unter, eine australische Radfahrerin lebt und arbeitet in Dhaka, bietet spontan ihr Zimmer an, obwohl sie gar nicht zu Hause ist. Wir sehen uns am Ende eine Stunde. Amazing, danke noch einmal Sarah-Jane, du bist großartig.

Zu guter Letzt kommen ich mit einem Geschenk aus Bangladesch zurück, habe mir Krätze eingefangen. Juckt wie Schwein, ist aber mit Lotion und Salbe gut behandelbar. Leider hatte es nach Gurwahati erst der zweite hier in Kohima diagnostiziert. Jetzt klingt es nach vier Wochen so langsam ab. Freund Michael aus der Heimat fragt, er wüsste gerne, was sonst noch immer so passiert. Ich antworte: “Nüscht, läuft erschreckend gut, nur Bangladesch war die Hölle. Zählt aber nicht, war ja ohne Rad dort.”

Bis zum nächsten Beitrag, gehabt Euch wohl.

Eine geruhsame Vorweihnachtszeit.

Mark

Log vom 23.10.17: Bin nach zwei Busetappen (32 Stunden bis Agartala und 8 Stunden bis Dhaka) am 20.10.2017 in der Hauptstadt Bangladeschs mit 6,7 Millionen Einwohnern angekommen.

Jetzt geht es an die Neu-Beantragung der beiden abgelaufenen Visa für Indien und Myanmar bevor es zurück nach Nagaland/Indien geht, um von dort die Tour Richtung Myanmar fortzusetzen.

Am 27.10.2017 gibt es in der Stadt den ersten Triathlon von Bangladesch, nehme als Volunteer im Orga-Team an der Veranstaltung teil.

Log vom 04.11.17: Bin nach einem Kurzausflug nach Araihazar (Dorfleben) und Sonargaon (historisches Zenturm von Bengalen) zurück in Dhaka.

Der Triathlon war ein voller Erfolg, wir haben dem Radfahern und Läufern an einem Verpflegtungsstand Wasser gereicht.

Das Myanmar-Visum kann ich am Dienstag abholen, danach geht’s zur indischen Botschaft zur nächsten Beantragung.

Was ist neu:

  • Beitrag Indien 3 ist online

 

Log vom 08.11.2017: Hab das neue Myanmar-Visa gestern bekommen, das für Indien soll am 14. fertig sein.

Das Visum für Myanmar war nicht ganz so leicht zu bekommen wie in Kathmandu, auch weil mir ein blöder Fehler passiert ist: Sie wollten wieder ein Flugticket sehen, diesmal habe ich jedoch im Netz ein eigenes Pseudo-Ticket erstellt. Unkonzentrierterweise einen Direktflug von Dhaka nach Yangon, den es in Realität gar nicht gibt. Nur mit Zwischenstop in Bangkok. Ausdruck von Bangkok nach Yangon war als zweites Ticket angehängt. Ist ihm natürlich aufgefallen. (Stornierung eines realen Tickets kostet 50 Dollar).

Ich: Oh, da ist mir wohl ein Fehler unterlaufen bei der Online-Buchung.

Er: Online-Tickets werden nicht akzeptiert, gehen sie zum Reisebüro oder zur Fluggesellschaft.

Beim erneuten Anlauf ist das Pseudo-Ticket vom Reisebüro dann durchgegangen… Hat mir Radkollege Alex per Mail zugeschickt 🙂

Morgen geht es mit Einheimischen auf eine Bio-Farm und zu Webern, die Stoffe auf traditionelle Weise per Hand herstellen. Sie helfen beim Erschließen neuer Absatzmärkte.

Was ist neu:

  • Beitrag Indien 3 ergänzt: Video und 2 Bilder (Minster Modi und “I love Guwahati”)
  • Bilder auf Seite “Ausrüstung” optimiert.

Bis demnächst, gehabt Euch wohl.

Mit allerbesten Grüßen aus dem Wahnsinnsmoloch Dhaka, Mark

 

Log vom 17.11.17: Nach 22 Stunden Busfahrt von Dhaka nach Kolkata, einer Übernachtung und dann 23 Stunden mit dem Zug bin ich zurück in Guwahati. Visa für Indien hat problemlos geklappt, sie haben 6 Monate “Multiple Entry” ausgestellt. Das Paket mit dem Ersatzteil für’s Rad ist angekommen, jetzt geht’s die Tage mit Zug und Jeep zurück nach Nagaland, um von Changki aus die Tour fortzusetzen.

 

 

Indien Teil 3: Grandioser Nordosten

Hallo Ihr Lieben,

am 21. August 2017 fahre ich über die nepalische Grenze zurück nach Indien.

Der Nordosten des Landes unterscheidet sich glücklicherweise wesentlich vom dem, was ich bisher bei den ersten zwei Aufenthalten erlebt hab. In Sikkim leben zum Großteil Nepalis, es ist buddhistisch geprägt. Die Leute in Assam sind sehr entspannt, hab klasse Kontakte bei den Übernachtungen über Wormshowers.org, hier teilen Radfahrer ihre Unterkunft für Radreisende, weltweit. Meghalaya erinnert landschaftlich sehr an die Schottischen Highlands und Nagaland ist einzigartig aufgrund der traditionellen Stammeskultur.

Wünsche Euch nun viel Freude mit den Bildern. Gehabt Euch Wohl.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Hab am 11.09.17 mit dem Smartphone eine lokale Überschwemmung in der Innenstadt von Guwahati  aufgenommen. Nach einer Stunde war das Wasser wieder verschwunden. Bereich liegt wohl in einer kleinen Senke, die von Hügeln umgeben ist.

Log vom 12.09.17: Bin in Guwahati und zurück aus den Bergen im Süden nahe der Grenze zu Bangladesch.

Zwei Tage Wandern in dschungelartiger Landschaft mit Wasserfällen, natürlichen Pools zum Baden und den für das Gebiet typischen „Living Root Bridges“. Hier lebt das kleinwüchsige Bergvolk der Khasi mit eigener Sprache und Kultur. Es ist aber auch die regenreichste Region in Indien. Der durchschnittliche jährliche Niederschlag in Cherrapunji beträgt 11.430 mm. Damit steht der Ort weltweit auf dem dritten Platz.  Es hat in der letzten Nacht 9 Stunden ununterbrochen heftigst gewittert. Auch danach war es kaum besser, hab mich daher “aus dem Staub” gemacht. Stück für Stück geht es nun weiter Richtung Osten, es gibt noch einige Natur- und Kulturhöhepunkte auf dem Weg.

Mit allerbesten Grüßen aus dem großartigen Nordosten, es sieht gerade sehr danach aus, dass ich Frieden mit den völlig durchgedrehten Indern schließen kann…:-)

Log vom 28.9.17: Warte gerade auf ein Fahrradteil aus Deutschland und schau’ mir derweil mit Gastgeber Wapnag die Gegend an. Nagaland ist großartig, bewaldete Hügel/Berglandschaft mit symphatischen Menschen. Es gibt 16 indigene Volksgruppen, Nagaland christlich geprägt und weitgehend unabhängig vom Rest Indiens; offizielle Landessprache ist Englisch.

Was ist neu:

  • Fernsehbericht aus Assam ist unter Presse verlinkt.
  • Übernachtungsbilder ab 15.8.17 sind aktualisiert.
  • Nepal Teil 2 ist online

Log vom 11.10.2017: Bin per Jeep/Zug zurück in Guwahati und werde hier das Fahrradteil aus Deutschland in Empfang nehmen.

Auf dem Weg nach Guwahati geht es auf einen Abstecher nach Longwa, ein Bergdorf des Konyak-Stammes auf 1.400 m, wo bis zur Christianisierung Ende des 19. Jahrhunderts durch den US-amerikanischen Babtisten Dr. Clark noch Kopf-Jäger unterwegs waren. Nehme während der Dorfführung mein Lunchpaket in der Küche des Königshauses ein, es ist leider nur seine Frau mit dem jungen Thronfolger zu Hause. Die Dorfstrasse ist gleichzeitig der Grenzverlauf, ein Bergkamm zwischen Indien und Myanmar; das Königshaus ist genau auf der Grenze errichtet, man kann also mit einem Bein im Hindu-Reich und mit dem anderen bei den Burmesen zu Gast sein. Etwas gewöhnungsbedürftig ist im ersten Moment die Begegnung mit einem älteren Herrn mit großflächiger Gesichtstätowierung. Hab nicht ergründen können, was da im Kopf vor sich geht.

Adam Kozioł: Konyak Tribe

(Bild: Adam Kozioł, http://photogrvphy.com)

Mittlerweile gibt es auch eine neue Planung: Die Myanmar-Grenze läßt sich bis zum 17.10. (letztmöglicher Visa-Einreisetag) jetzt nicht mehr entspannt per Rad mit Erkundungsstopps erreichen. Daher werde ich die Tage mit dem Zug nach Dhaka (Bangladesch) fahren, um dort die beiden Visa für Indien und Myanmar zu erneuern und danach die Tour von Changki aus fortsetzen.

 

16 Nepal Teil 2

Hallo Ihr Lieben,

hier jetzt der zweite Teil der Bilder aus Nepal bis zur Grenze nach Indien.

Enjoy.

Love, Peace, Freedom and Rock ‘N’ Roll, Mark

16 Nepal Teil 1

Hallo Ihr Lieben,

hier jetzt der erste Teil der Bilder aus Nepal bis Kathmandu.

Enjoy.

Love, Peace, Freedom and Rock ‘N’ Roll, Mark

 

Bericht folgt, zunächst die vergangenen “Kurzmeldungen”:

13.08.17: Schiebe die Tourfortsetzung noch ein wenig auf. Kathmandu ist großartig und es ist Regenzeit gerade, da ist es wahrscheinlich nicht so prickelnd, Fahrrad zu fahren.
Aber es gibt auch eine ziemlich lange To-Do-Liste, in den letzten 15 Monaten hat sich Einiges angesammelt, habe aber echt noch Lust ein paar Sachen auch außerhalb von Kathmandu anzuschauen, habs ja nicht eilig…😊.

Was ist neu:

– Beitrag Nepal ist online

– Es gibt eine neue Rubrik “Presse” im Hauptmenue mit drei neuen Artikeln, aktuell ist ein Beitrag unter Patria “News” über die Tour erschienen.

– Plattfüße und Defekte unten auf dieser Seite sind aktualisiert.

– Seite “Ausrüstung” im Hauptmenue ist aktualisiet.

31.7.17: Die Vorbereitungen zur Tourfortsetzung sind fast abgeschlossen, das Visum für Myanmar ist in der Tasche, Indien noch bis Ende Oktober gültig. Die Tage geht es weiter Richtung Osten 1.500 km durch Nepal, Nordost-Indien bis zum einzig geöffneten Grenzübergang nach Myanmar. Radkollege Benno ist zurück in Kathmandu, sind zusammen im selben Hostel. Er hat jedoch erstmal andere Pläne und wird dann einige Zeit später weiterfahren.

13.7.17: Nach 10 Tagen Vipassana-Meditation 10 km nördlich von Kathmandu in den Bergen bin ich wieder zurück in der Hauptstadt. Vipassana ist die reinste, ursprüngliche Meditationstechnik, die von Buddha vor 2.500 Jahren gelehrt wurde. 10 Tage Schweigen, viele Stunden Meditieren und keinen Blickkontakt zu den Teilnehmern ist eine sehr intensive Erfahrung. Besonders zu empfehlen.

Nun geht es an die Vorbereitung der Tourfortsetzung Richtung Myanmar, Visabeschaffung etc. Habe es damit jedoch nicht besonders eilig, die Zeit in Nepal ist einfach zu schön.

30.06.17: was ist neu: Die Übernachtungsbilder ab 19.5.17 sind aktualisiert.

25.6.17: Bin seit drei Tagen zurück vom Everest.

26 Tage in den Bergen, 245 km, 21 Wander-, 2 Ruhetage, und 3 Tage Klosterfest in Thame. Zwei Passpüberquerungen (Renjo La 5418 m, Cho La 5420 m), insgesamt 8 Mal über 5300 m und letztendlich freier Blick auf den 12 km entfernten Everestgipfel vom Aussichtspunkt Kala Patthar auf 5648 m. Hatte eine großartige Zeit und Erfahrung.

Um zum Everest zu kommen, fliegen die meisten Trekker in 30 Minuten von Kathmandu nach Lukla. Ich fahre 12 Stunden mit dem Jeep nach Sallerie. Von dort sind es drei Tage zu Fuß bis Lukla. Über Namche mit zwei Nächten zur Akklimatisierung auf 3500 m geht es weiter nach Thame und von dort über den ersten Pass nach Gokyo. Viele Trekker gehen von Namche direkt zum Everest Base Camp, ich entscheide mich jedoch aufgrund der besseren Aussicht auf den Everest zum Aussichtspunkt Gokyo Ri zu gehen. Dort angekommen, ist der Himmel wolkenverhangen, insgesamt steige ich an drei Tagen auf den 5360 m hohen Aussichtzspunkt, jedoch ohne Erfolg. Daher geht es am nächsten Morgen weiter über den Cho La Pass bis zum Kala Patthar. Dort starte ich zunächst einen Versuch, den Everest zum Sonnenuntergang zu sehen, auf halben Weg ist die Bergwelt in Wolken. Am nächsten Morgen soll es um 4 Uhr losgehen. Als ich um 3 Uhr aus dem Fenster schaue, gibt es leichten Schneeregen. Etwas später klart es auf und um 9 Uhr angekommen auf dem Kala Patthar präsentiet sich der Everest in voller Pracht. Weiter rechts Nuptse und Lhotse, ein atemberaubendes Bergpanorama.

Nun geht es ca. 100 km zurück nach Sallerie, noch ist das Wetter gut, die letzten zwei Tage regnet es hin und wieder. Der Körper und die Stimmung ist großartig, zwischendurch hatte ich nicht genug Rücksicht auf das Knie genommen, am Schluss macht es jedoch wieder einen guten Eindruck.

Aufgrund der Nebensaison wegen des Monsuns sind nur einige Trekker unterwegs, klasse Leute, sehr entspannt. Überall gibt es freie Betten, noch im April gab es täglich über 300 Neuankömmlinge im Nationalpark, es wurde zusätzlich auf den Bänken im Frühstücksraum geschlafen.

Jetzt steht Sightseeing in Kathmandu  und einige Erledigungen auf dem Programm und demnächst geht es weiter in Richtung Myanmar.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

Indien Teil 2

Hallo Ihr Lieben,

nach der Rückkehr aus Sri Lanka fahre ich von Madurai auf östlicher Seite Richtung Norden. Dank Rad-Navigation mit Open Street Map auf dem intelligenten Mobiltefon lassen sich recht verkehrsarme Nebenstrassen finden, das Radfahren macht endlich wieder Laune.

Der erste Stop ist das Sivananda Ashram in der Nähe von Madurai. Vier Tage Yoga, Meditation, Vorträge und Mantras in abgeschiedener Natur. Sehr intensive Erfahrung für Körper und Geist, bin wie neu geboren und topfit.

Weiter geht es nach Auroville, wo mehr als 2.000 Menschen aus aller Welt seit 1966 in einer universellen Stadt zusammenleben, unter anderem von der UNESCO anerkannt und gefördert. Schaue mir dort einige Projekte an, lerne viele Leute kennen habe eine entspannte Zeit bei Aurosylle und Sukrit im Radladen, die mir kostenlosen Unterschlupf gewähren.

Von dort aus geht es einige hundert Kilometer über ländliche Landschaften mit kleinen traditionellen Ortschaften, wo sich das Leben öffentlich vor den Häusern und auf der Strasse abspielt, bis nach Vijaywada. Hier geht es mit dem Nachtzug nach Kolkata.

Mit 14 Millionen Menschen im Ballungsraum geht es im Zentrum dennoch um Einiges ruhiger zu als in Mumbai. Ein großer zentraler Park mit vielen Sportanlangen und großzügig angelegte Boulevards und immer wieder kleinere Parkanlagen machen die Stadt lebenswert und symphatisch. Das kulturelle Zentrum Indiens war bis 1911 Hauptstadt Britischen-Indiens, oft komme ich mir vor wie in London. Besichtige den Botanischen Garten mit dem größten Banyan-Baum der Welt (420 m Umfang) und lasse mich mit dem Rad durch die Stadt treiben. Kolkata macht Laune.

Weiter geht es mit einem weitern Nachtzug nach Varanasi. Die Stadt am Ganges ist eine der ältesten Städte Indiens und gilt den Hindus als heiligste Stadt. Wer hier stirbt oder sich am Fluss verbrennen läßt, kann dem ständigen Kreislauf der Widergeburt entkommen. Ein Bad im Ganges soll von den Sünden befreien. Eine Gruppe von Jungendlichen, die mich zum Baden annimieren wollten, habe ich mit der Behauptung “Der Ganges sei schmutzig” etwas verunsichert, es wäre doch “ihr Gott”. “Ja”, habe ich geantwortet, aber trotzem schmutzig. Sehenswert ist die allabendliche Feuerzeremonie am Haupt-Ghat, der treppenartigen Uferbefestigung, die sich kilometerweit am Fluss entlangzieht. Unternehme eine Tageswanderung auf der gegenüberliegenden, strandähnlichen Gangesseite und obwohl der Fluss mit einer Breite von ca. 700 Metern sehr beeindruckt, ist der Funke der Begeisterung für die Stadt ist jedoch nicht übergesprungen.

Nach einer weiteren Nachtzugfahrt, diesmal mit der einzigen verspäteten Ankunft von 6 Stunden, hole ich den Anhänger im Hostel ab und mache mich mit dem Gespann in Richtung Nepal auf. Trotz einiger längerer Überbrückungsfahrten mit Bus und Bahn kommen in Indien letztendlich fast 4.000 Radkilometer zusammen. Den Subkontinent mit dem Rad zu Erleben, war eine große Bereicherung und durch den stressigen Strassenverkeht und die ständige sehr enge Belagerung ohne wirkliche Kommunikation eine Herausforderung zugleich. Bye bye India, see you again on the way to Myanmar.

Euch jetzt viel Freude mit dem Bildern, gehabt Euch wohl bis zum nächsten Beitrag.

Love, Peace, Freedom and Rock ‘N’ Roll, Mark

 

15 Sri Lanka

Hallo Ihr Lieben,

am 17.2.2017 landet die Propellermaschine nach 50 kurzen Minuten in Colombo. Nur mit einem kleinen Rücksack auf dem Rücken komme ich nach Sri Lanka, Rad und Ausrüstung bleiben in Madurai im Gasthaus sicher eingelagert.

Am nächsten Mittag treffe ich Hergen und Markus wie verabredet in ihrer Hotel-Lobby. Ich hatte mir für die ersten zwei Nächte ein günstiges Hostelbett reserviert. Wir erkunden mit Tuk Tuk und zu Fuß die Stadt, kehren lange zum Brunch in einer modernen Lounge ein und kaufen Zugtickets für die Weiterreise.

Am nächten Morgen geht es 3 1/2 Stunden für 2 € mit der Bahn vor traumhafter Kulisse zum betriebsamen Candy in die Berge. Wir wandern um den zentralen See, sind beeinduckt von den zahlreichen Varanen die sich dort tummeln und besichtigen die herrliche budddhistische Sri Dalada Maligawa Tempelanlage am See, die den linken Eckzahn des historischen Buddha Siddhartha beherbergen soll. Am nächsten Tag gehen wir in der nahen Bergwelt Wandern und am Abend wird mit einem gemütlichen Beisammensein mein fünfzigster Gebrurtstag gefeiert.

Die nächste Station ist das beschauliche Bergdorf Ella, zu dem es am nächsten Tag mit dem Auto geht. Zwischdurch wandern wir hoch zum malerischen Wasserfall, ich nehme ein Bad im eisigen See davor. Beim folgenden Stopp besichtigen wir eine Tee-Produktion in den Teeplantagen im Bergland und erreichen am frühen Abend Ella, auf der Veranda sitzend schweift der Blick über eine atemberaubende Märklin-Bergwelt. Am nächsten Morgen geht es zu Fuß teil steil hoch auf den Ella-Rock, wo sich ein weiter Blick über die umliegenden Berge auftut.

Die letzte Etappe wird am nächsten Morgen angegangen, mit dem Auto in den Küstenort Weligmama. Die Unterkunft ist etwas außerhalb gelegen, mehrere wenig besuchte Strände sind der Nähe. Hier lassen wir die gemeinsame Tour entspannt bei Schwimmen und Chillen ausklingen, gehen am Strand spazieren in den Ort, Essen beim ehemaligen Sterne-Hotelkoch Atika zu Abend, der sich mit einem kleinen Restaurant mit ausgezeichnter Küche und Meerblick letztendlich in seinem Heimatort selbsttändig gemacht hat.

Die Jungs fahren darauf zurück nach Colombo, mein Flug geht einen Tag später. So entscheide ich mich 20 km weiter nach Milissa zu fahren und verbringe dort die verbleibene Zeit in einem klasse Backpacker-Hostel mit einem der schönsten Strände in Sri Lanka.

So gehen 10 traumhafte Tage viel zu schnell zu Ende, danke Jungs, danke Sri Lanka, es hat riesig Freude gemacht.

Mit allerbesten Grüßen, Mark