Route/Aktuelles

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Haus Bezahlte Übernachtungen Hostel, Pension, Gasthaus etc.

Dusche Übernachtungen auf Einladung, Wormshowers.org, couchsurfing.com, ADFC Dachgeber etc.

Baum Übernachtungen im Zelt, Schutzhütte, im Freien etc.

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Statistik und geplante Route siehe unten

 

Bin in Tuk Tuk, Sumatra, Indonesien (04.04.2019)

Radkilometer: 32.151

 

Hallo Ihr Lieben,

Samosir, die Insel im Vulkansee “Lake Toba” läßt mich nicht los. Mir geht’s blendend.

Hab gestern spontan entschieden, länger auf Sumatra zu bleiben. Die Menschen sind der Wahnsinn, super freundlich, ähnlich gestfreundlich wie die Iraner, dabei noch viel gelassener. Werde morgen mit dem Leih-Scooter (erfreuliche 3,75 €/Tag) durch die Berge in der Mitte der Insel an den nördlichsten Punkt nach Banda Aceh fahren, um dort mit der Fähre nach Pulau Weh zu gehen. Die Insel ist ein Tauchparadies, schon lange steht ein Tauchschein auf der Wunschliste. Als Zwischenstopp bietet sich Ketambe an, das Tor zum Gunung Leuser Nationalpark, UNESCO-gelistet als “einer der größten unberührtesten tropischen Dschungel der Welt.” Hier bietet sich ein Mehrtages-Trekking in der Gruppe mit Trägern für Lebensmittel, Zelte usw. an. Für 20 Euro pro Tag alles inclusive ist man dabei.

https://www.travelfish.org/sight_profile/indonesia/sumatra/aceh/ketambe/2270

Doch nun der Reihe nach. Wieder auf’s Rad geht’s in der Provinzhauptstadt Medan, westliches Bild in der Innenstadt mit Büro-Hochhäusern und teuren Hotels. Krasser Gegnsatz zum sehr einfachen Landleben, der Tagesverdienst eines Handwerkers liegt hier bei 7 Euro. Nach 70 km Tagestour, teilweise auf schlechten Schotterwegen abseits der Hauptverkehrsadern, wird Bukit Lawang erreicht. Ruhig-entspannter Touristenort am Rande vom Nationalpark, klasse Unterkunft direkt am Fluss in der Mitte des Dorfes, nur über Fussgänger-Hängebrücken erreichbar, wie aus Nepal bekannt; sehr schwankendes Erlebnis mit dem Solar-Gespann. 2003 hat es hier eine 12-Meter Springflut gegeben, bei dem einige Hundert Menschen gestorben sind, auch die Gastfamilie war betroffen. Laut unabhängiger Studien verursacht durch illegale Abholzung des Regenwaldes. Erfreulich: Die Menschen heute sind wieder voller Lebensfreude. Unternehme auf eingen Faust eine 3-stündige Wanderung am Rand des Nationalparks hoch über dem Dorf und hab tatsächlich eine Begegnung mit zwei Orang Utans. Mutter und Kind scheinen wie gewartet zu haben. Sie kommen näher, beobachten mich und lassen sich in Ruhe fotografieren.

Dann kommt der junge Affe in meine Richtung; halte es für angebracht, die Kamera wieder im Rucksack zu verstauen. Dabei zupft es zaghaft am Hut. Beim Hochschauen blicken wir uns in die Augen. Winke ihm zu und sage “noooo”, worauf er losläßt. Denke jedoch: Schön blöd, hätte sich vielleicht ein klasse Foto “Affe mit Sonnenhut” ergeben. Der Nachwuchs bleibt übrigens rund 7 Jahre bei der Mutter, Lebenserwartung um die 50. Orang Utans bekommen nur ca. 3 Junge im Lebnen. Die Population geht durch steigenden Palmölanbau verbunden mit Anbolzung bzw. Brandrodung weiter zurück. Es ist weltweit kaum noch möglich, verarbeitete Lebensmittel ohne Palmöl finden, auch z.B. in Eis und Schokolade enthalten. Kennzeichungspflicht: Pflanzenöl.

 

Der putzige Thomas Langur aus der Familie der Mützenlanguren ist weltweit nur in Sumatra anzuteffen, oder vielleicht auch noch im Berliner Bahnhof-Zoo.

 

Bukit Lawang voller Künstler und Musiker. “Das ganze Dorf” hilft mit, die Beton-Uferpromenade zu verschönern.

 

Der Kids haben ihren Spass in der starken Strömung.

 

Auf dem weiteren Weg zum Lake Toba ergeben sich sehr herzliche Kontakte zu den Menschen, Übernachtungseinladungen inbegriffen. Der Strassenverkehr hält sich in Grenzen, allein die Busfahrer haben offensichtlich wie in Indien Freude daran, möglichst zeitoptimiert ihre Ziele zu erreichen. Hin und wieder geht es recht laut zu, entweder rüsten (gerne auch Männer fortgeschrittenen Alters) ihre Zweiräder mit “Sportauspuffanlagen” aus oder man brät aus Geldmangel mit durchgerosteten oder ganz abwesenden Krümmern durch die Gegend.

 

Warten auf besseres Wetter am Morgen im Dorftreffpunkt nach der Übernachtung im Kindergarten.

 

Nette Frau präsentiert stolz ihr noch lebendes Mittagessen im quirligen Marktgeschehen.

 

Impressionen von Insel Samosir im Lake Toba:

Schüler sind am Morgen in Tuk Tuk unterwegs, um ihr Englisch aufzubessern.

 

Traditionelle Batak-Häuser der Dorfbefölkerung indigenen Ursprungs. Christianisierung durch den deutschen Missionar Ludwig Ingwer Nommensen ab ungefähr 1860. Es wird jedoch auch heute noch an Geister geglaubt; geschlafen wird z.B. nie alleine im Raum oder Haus und nicht bei ausgeschaltetem Licht.

 

Reisender im Kakao-Urwald.

 

 

Kakao-Bohnen werden am Strassenrand gewaschen und getrocknet.

 

Jugend Forscht beim Aufschneiden der Frucht. Kakaobohne geschält und mit glitschigem Mantel vorab. Würde mal auf 20 Bohnen pro Frucht tippen. Danach Röstung, ablösen der braunen Schale und Trennung von Creme und Butter.

 

Der hintere Gartenteil der Unterkunft mit Zugang zum See. Nicht der schlechteste Ort für Yoga, Qi Gong und eine Runde Schwimmen am Morgen. Manche Leute machen sogar Urlaub hier 🙂

Was ist neu: Übernachtungsbilder ab 1.3.19 sind aktualisiert.

Euch alles Gute, mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 11.3.19: Bin wieder in Malacca. Morgen geht es mit dem Bus zurück auf die Höhe von Kuala Lumpur, von Port Klang mit der Fähre rüber nach Sumatra, Indonesien. Ziel ist der Vulkansee “Lake Toba”, liegt auf der Gesamtroute eher Richtung “zurück”, darf daher gerne mit Öfis zurückgelegt werden.

Beitrag “Singapur” ist online.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Log vom 2.3.19: Letztendlich schaue ich mir jetzt doch Singapore an. Habe andere und mich selbst zwischendurch immer wieder gefragt, was man dort soll. Auf die einfachste Sache ist niemand gekommen: Radfahren!

Nach dem Blättern im Fahrrad Weltführer war klar, Singapore hat ein hervorragedes Radnetz: PCN (Park Connecting Network). Auf aufwendig angelegten Wegen abseits der Verkehrsadern läßt sich der Stadtstaat entspannt erkunden.

Es gibt ausgewiesene Zeltplätze mit Trinkwasser, jedoch übergaupt keine Lademöglichkeiten. Gestern Nacht treffe ich um 0:30 Uhr auf der Suche nach einer Steckdose vor einer Wohnanlage Michal aus Polen, sehr spontan bietet er an, in seinem Appartment über Nacht zu Laden. Eine klasse Unterhaltung beginnt, er hat hier geheiratet, lebt und arbeitet seit einer Weile in der sehr hochpreisingen Metropole. Es ist tatsächlich ALLES teurer als in Deutschland, Bananen mal ausgenommen. Heute morgen nach einer geruhsamen Nacht im Zelt wartet er schon mit der Batterie beim Wachmann am Eingang der Anlage. Auch Radkollege Alex ist hier, er bewirbt sich gerade für einen Job, nachdem er nach seiner 35.000 Kilometer-Tour von Portugal zurück nach Malaysia wieder zu Hause ist; treffen uns morgen zum Kaffee. Danach steht die Erkundung der autofreien Insel Pulau Ubin an, auch dort gibt es erfreulicherweise Campingmöglichkeiten, hier wohl in noch ursprünglich erhaltener Natur 🙂

Wenn mir danach ist, geht es dann mit dem Bus zurück nach Malacca und mit der Fähre nach Dumai auf Sumatra um die Tour von dort fortzuseten.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

Im Hintergrund das legendäre Marina Bay Sands Hotel

 

Campingplatz hier Teil der Parkanlange

 

Log vom 25.2.19: Werde noch etwas in Malakka bleiben, die Stadt und die Leute die ich treffe, machen Laune.

Übernachtungsbilder ab dem 27.1.19 sind aktualisiert.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

 

Log vom 18.2.19: Am 20.2.19 ist das Indonesien-Visa fertig. Gültigkeit nach Einreise: Zwei Monate mit der Option, fünf Mal für einen Monat zu verlägern. Wenn das keine Basis ist, Land und Leute kennenzulernen und den einen oder anderen Vulkan zu erklimmen. Bis dahin werde ich weiterhin im Fahrradladen helfen und danach die Tour Richtung Malacca fortsetzen.

Übrigens bekommen Männer zur Indonesischen Botschaft nur in langen Hosen Zutritt. Bin ich natürlich nicht d’rauf vorbereitet, wenige Menschen taperen auch bei um die 35 Grad im langen Beinkleid durch die Stadt, wenn sie nicht gerade der muslimischen Glaubensrichtung angehören. Kurzum, der freundliche Herr auf dem Bild unten vom Parkplatz gleich neben der Botschaft hat netterweise eine “one size fits all”-Hose zur Hand, offensichtlich kommt das öfter mal vor, dass jemand im kurzen Hemd daherkommt. Komme mir in der Botschaft damit schon ziemlich abgerockt vor, zumal der Hosenstall sich nicht schließen läßt, Reisverschluss defekt. Der Visabeatragung schadet das offensichtlich nicht, geht alles “stromlinienförmig”. Zum ersten Mal überhaupt wollen sie ein Bankguthaben von mindesten 2.000 Dollar sehen, Schnappschuss vom Telefon-Monitor mit Online-Kontoübersicht grad per E-Mail an die Sachbearbeiterin gesendet und ausgedruckt reicht aus, wie einfach.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

P.S. Auch das mit der langen Hose ist ein Novum 🙂

dav

Log vom 8.2.19: Helfe gerade im Fahrradladen bei den Renovierungsarbeiten. Der sehr symphatische Betreiber Akmel zieht demnächst mit dem Laden vom 1. OG ins Erdgeschoß. http://www.thebasikal.com

Übrigens ist Hauptunterstützer der Tour, GoSwiss Drive, in Liquidation. Die Ersatzteilversorgung ist bei Bedarf sichergestellt, jedoch sind die Teile jetzt nicht mehr kostenlos. Werde mich wohl auf Dauer nach einer anderen Lösung umsehen.

Mit allerbesten Grüßen, Mark

 

 

 

28.1.19: Bin seit dem 3.1.19 wieder unterwegs, gerade geht’s durch Malaysia.

Silvester hab ich noch auf Koh Yao Noi gefeiert, ging aber eher Yoga-beschaulich zu; grundsätzlich feiern die Thais durchaus gerne Silvester; die neuen Batterien für’s Pedelec ließen sich nach Krabi weiterschicken, brauchte sie also nicht in Bangkok abholen.

In Thailand gab es noch einen Zweischenstopp auf Ko Muk, Höhepunkt war eine Kayaktour zur Morakot-Höhle, das Boot auf See an einer Boje befestigt, schwimmt man 50 Meter durch die Höhle, am Ende gibt es eine Lagune mit offenem Blick zum Himmel.

Am 11. Januar verlasse ich Thailand per Fähre nach Langkawi, nach fast 5 Monaten; so lange in ein und demselben Land war ich zuvor nur in Nepal, dort jedoch am Stück 🙂

Bin gerade auf einem kleinen Abstecher durch’s Landesinnere von Malaysia, morgen geht’s weiter über die Cameron Highlands mit Teeplantagen und Erdbeerfeldern, dann evt. über Kuala Lumpur zur UNESCO-Welterbe-Stadt Malakka, wo ich zum Geburtstag ankommen möchte.

Hoffe, dass auch die Webseite bald wieder geht, Anton hat sich aus Kolumbien gemeldet, er lebt gerade in einem Dorf ohne Strom und sein Laptop mit den Kontodaten von Uberspace ist kaputt; erschwerte Umstände also, aber er ist dran.

Mit allerbesten Grüßen vom Nationalpark, mir geht’s ausgezeichnet, Euch einen schönen Winter, Mark

 

Insel Koh Muk, Thailand

 

Eins der zahlreichen Wandgemälde in Malaysia

 

Langkawi: Wanderung auf den zweithöchsten Berg der Insel. Sky Bridge.

 

 

 

 

Geplante Route: Ca. 100.000 km über 5 Kontinente, Zeitlimit: Open End

Route3

Kartenquelle: Westermann Verlag, Braunschweig

http://www.westermanngruppe.de

 

Statistik

Durchschnittsgeschwindigkeit: 17,0 km/h

Plattfüße:

1. Hauchdünner Draht, Hinterreifen, 31.8.16

2. Durchstich Dorne, Anhänger, 6.10.16

3. Zwei Einstiche im Schlauch, nichts gefunden im Reifen, Hi. 2.11.16

4. Kleines Loch im Schlauch, nichts gefunden im Reifen, Vo. 5.1.17

5. Hauchdünner Draht, Hinterreifen, 8.3.17

6. Dünner Dahtstift 10 mm, Hinterreifen, 21.08.17

7. Hauchdünner Draht, Hinterreifen, 4.9.17

8. Hinterreifen, 23.2.18

9. Dicker Nagel, Hinterreifen, 23.5.18

10. Kleines Loch im Schlauch, nichts gefunden im Reifen, Hi. 11.6.18

11. Platten Hi, 5.7.18

12. Hauchdünner Draht, Vo, 8.7.18

(Zu Beginn: Offener Gaadi Schlauch durchgescheuert, Hinterrad)

Defekte:

1. Ausfall von drei 2 A Ladegeräten: Netzschwankungen können zum Ausfall geführt haben. Go SwissDrive schickt unverzüglich kostenlosen Ersatz.

2. Federsattelstütze Airwings: Kunststoff-Verschlusskappe der Linearführung läßt sich nicht mehr festziehen. Fa. Airwings repariert und wartet kostenlos. Das Kunstoffteil wurde in der Serie mittlerweile auf Alu umgestellt. 27.12.16

3. Hinterreifen getauscht nach 14.000 km. Bei km 9.000 riss die äußere Schicht der Seitenwand im Übergangsbereich zur Felge auf ca. 1 cm ein und weitete sich dann auf ca. 8 cm aus. Habe den Bereich zum Schluss per Hand genäht, was jedoch zum Schlauchdefekt durch den Zwirnfaden führte. Der Defekt kann bei zu geringem Luftdruck mit hoher Beladung auftreten. Montiere den Ersatz-Faltreifen. Schwalbe unterstützt auch weiterhin die Tour, zwei neue Reifen bringen Hergen und Markus nach Sri Lanka mit. Ab jetzt sind zwei Reservereifen (Falt und Draht) an Bord.

4. Lagerdefekt Freilauf: Defekt kann auftreten, wenn die Achsmuttern zu fest angezogen werden. Go SwissDrive schickt unverzüglich kostenlosen Ersatz.

5. Teilausfall Tasten Nahbedienteil: Go SwissDrive schickt unverzüglich kostenlosen Ersatz.

6. Kugelgelenk von Panel-Verstellung im Übergang von Kugel zum Gewinde abgebrochen. “Wer nicht schmiert, bricht gut ab”. 20.5.17

7.  Km 17.561: Drehmomentsensor E-Motor liefert ungenaue Werte. Go SwissDrive schickt unverzüglich kostenlosen Ersatz.