Indien Teil 2

Hallo Ihr Lieben,

nach der Rückkehr aus Sri Lanka fahre ich von Madurai auf östlicher Seite Richtung Norden. Dank Rad-Navigation mit Open Street Map auf dem intelligenten Mobiltefon lassen sich recht verkehrsarme Nebenstrassen finden, das Radfahren macht endlich wieder Laune.

Der erste Stop ist das Sivananda Ashram in der Nähe von Madurai. Vier Tage Yoga, Meditation, Vorträge und Mantras in abgeschiedener Natur. Sehr intensive Erfahrung für Körper und Geist, bin wie neu geboren und topfit.

Weiter geht es nach Auroville, wo mehr als 2.000 Menschen aus aller Welt seit 1966 in einer universellen Stadt zusammenleben, unter anderem von der UNESCO anerkannt und gefördert. Schaue mir dort einige Projekte an, lerne viele Leute kennen habe eine entspannte Zeit bei Aurosylle und Sukrit im Radladen, die mir kostenlosen Unterschlupf gewähren.

Von dort aus geht es einige hundert Kilometer über ländliche Landschaften mit kleinen traditionellen Ortschaften, wo sich das Leben öffentlich vor den Häusern und auf der Strasse abspielt, bis nach Vijaywada. Hier geht es mit dem Nachtzug nach Kolkata.

Mit 14 Millionen Menschen im Ballungsraum geht es im Zentrum dennoch um Einiges ruhiger zu als in Mumbai. Ein großer zentraler Park mit vielen Sportanlangen und großzügig angelegte Boulevards und immer wieder kleinere Parkanlagen machen die Stadt lebenswert und symphatisch. Das kulturelle Zentrum Indiens war bis 1911 Hauptstadt Britischen-Indiens, oft komme ich mir vor wie in London. Besichtige den Botanischen Garten mit dem größten Banyan-Baum der Welt (420 m Umfang) und lasse mich mit dem Rad durch die Stadt treiben. Kolkata macht Laune.

Weiter geht es mit einem weitern Nachtzug nach Varanasi. Die Stadt am Ganges ist eine der ältesten Städte Indiens und gilt den Hindus als heiligste Stadt. Wer hier stirbt oder sich am Fluss verbrennen läßt, kann dem ständigen Kreislauf der Widergeburt entkommen. Ein Bad im Ganges soll von den Sünden befreien. Eine Gruppe von Jungendlichen, die mich zum Baden annimieren wollten, habe ich mit der Behauptung „Der Ganges sei schmutzig“ etwas verunsichert, es wäre doch „ihr Gott“. „Ja“, habe ich geantwortet, aber trotzem schmutzig. Sehenswert ist die allabendliche Feuerzeremonie am Haupt-Ghat, der treppenartigen Uferbefestigung, die sich kilometerweit am Fluss entlangzieht. Unternehme eine Tageswanderung auf der gegenüberliegenden, strandähnlichen Gangesseite und obwohl der Fluss mit einer Breite von ca. 700 Metern sehr beeindruckt, ist der Funke der Begeisterung für die Stadt ist jedoch nicht übergesprungen.

Nach einer weiteren Nachtzugfahrt, diesmal mit der einzigen verspäteten Ankunft von 6 Stunden, hole ich den Anhänger im Hostel ab und mache mich mit dem Gespann in Richtung Nepal auf. Trotz einiger längerer Überbrückungsfahrten mit Bus und Bahn kommen in Indien letztendlich fast 4.000 Radkilometer zusammen. Den Subkontinent mit dem Rad zu Erleben, war eine große Bereicherung und durch den stressigen Strassenverkeht und die ständige sehr enge Belagerung ohne wirkliche Kommunikation eine Herausforderung zugleich. Bye bye India, see you again on the way to Myanmar.

Euch jetzt viel Freude mit dem Bildern, gehabt Euch wohl bis zum nächsten Beitrag.

Love, Peace, Freedom and Rock ‚N‘ Roll, Mark

 

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